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Arbeitslosenquote fällt auf 8,0%
15.09.2006
Wie das Nationale Amt für Statistik (NSO) mitteilt, fiel die
Arbeitslosenquote im Monat Juli auf 8,0%. Dies ist eine Senkung um 0,2% im
Vergleich zu April 2006.
2,908 Millionen Filipinos waren ohne Arbeit gegenüber 2,930 Millionen im
April. Diese Zahlen basieren auf einer quartalsweise durchgeführten Auswertung
des NSO.
Im Juli 2005 lag die Quote bei 7,7%, bzw. bei 2,715 Millionen
Arbeitslosen.
Die Beschäftigungssteigerung ist weitestgehend auf den Dienstleistungsbereich
zurückzuführen. Waren hier im Juli 2005 noch 15,5 Millionen Menschen
beschäftigt, so sind es im Juli 2006 16,4 Millionen Menschen gewesen. Im
landwirtschaftlichen Bereich nahm die Beschäftigtenzahl im Jahresvergleich um
200.000 ab und sank auf 11,8 Millionen. Im Industriesektor stieg die
Beschäftigtenzahl um 0,2% im Jahresvergleich.
Preissenkungen bei Benzin
25.08.2006
Am Donnerstag haben die Ölkonzerne auf den Philippinen eine Preissenkung von
einem Peso pro Liter Benzin und Kerosin beschlossen. Als Grund wird eine
Entspannung der Preise auf dem Weltmarkt genannt.
Diesel ist von dieser Preissenkung ausgenommen. Hier kann sogar mit
Preissteigerungen gerechnet werden. Somit kostet „Premium bleifrei“ zwischen
42,77 Pesos und 44,50 Pesos pro Liter. Kerosin liegt bei 40,19 bis 43 Pesos pro
Liter. In diesen Preisen sind 12% Mehrwertsteuer eingerechnet.
San Miguel und Coke setzen Gespräche fort
25.08.2006
Die Verhandlungen über ein Joint-Venture der beiden Firmen San Miguel Corp.
Und Coca-Cola Co. Im Bereich Softdrinks befinden sich nach Angaben von Analysten
uf der Zielgeraden.
San Miguel bestätigte bereits im Juli, dass beide Unternehmen in
Verhandlungen stehen. Demnach soll Coke Mehrheitsgesellschafter der Coca-Cola
Bottlers Philippines (CCBPI) werden. Aktuell hält San Miguel 65% der Anteile,
Coke 35%.
Keine Gebühren mehr für Export
16.08.2006
Am Dienstag unterzeichnete Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo eine
Anordnung, wonach Gebühren für Inspektionen, Genehmigungen und Zertifizierungen
im Exportsektor gestrichen werden. Ferner wurden mit dieser Anordnung zahlreiche
Dokumente für den Export überflüssig.
In einem Statement sagte Arroyo, die Eliminimierung dieser Gebühren soll dazu
beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit im Export Sektor zu stärken.
Die Anordnung wurde weitergeleitet an alle Büros, Agenturen und
Regierungseinrichtungen des Landes.
Nach Ansicht von Arroyo behindern die Gebühren die Wettbewerbsfähigkeit der
Exportindustrie der Philippinen. Sie verwies auf das Wachstum von 6,5 Prozent im
Exportsektor im Zeitraum 2001 und 2005, welches ein sicheres Indiz für das
Potenzial dieses Sektors sei, um dem Gesamtwachstum der Wirtschaft des Landes zu
helfen. Beschränkungen die aus Importbeschränkungen mit anderen Ländern
resultierenden, zum Beispiel Zucker, sind von dieser Anweisung ausgenommen.
Verkauf von Regierungsbeteiligungen
11.08.2006
Präsidentin Arroyo hat angekündigt, dass sie Beteiligungen an
Energieunternehmen sowie Teile der 24 Prozent Beteiligung an San Miguel
verkaufen wird um ein Defizit im Budget zu reduzieren. Zum Verkauf stehen
eventuell auch 6,9 Prozent Beteiligung an der Philippinen Long Distance Telefon
Company, dem größten Telefonanbieter des Landes. Die Regierung wurden sechs
Strom Erzeuger versteigert. Lage die zur Auktion kommt, ist eine 600 MW mit
Kohle betriebene Anlage, die in 2004 ein Gebot von $ 562,- Millionen erzielte.
Der Verkauf wurde von der Regierung diesen Monat storniert, nachdem der Käufer
diverse Zahlungsziele überschritten hatte.
Deutsche wegen Verschwörung angeklagt
28.07.2006
Gegen zwei Führungskräfte der deutschen Fraport AG wurde am Donnerstag
Anklage erhoben. Sie werden beschuldigt, den Versuch unternommen zu haben
unfaire Geschäftspraktiken im Zusammenhang mit einem eingemotteten
Flughafen-Terminal der Hauptstadt einzuführen.
Fraport Vorsitzender Wilhelm Bender und der stellvertretende Vorsitzende
Bernd Struck waren auf einer Liste von 15 Personen in dem Fall, der bei Gericht
in Manila zur Anklage vorgetragen wurde. Es geht um Preisabsprachen und
Monopolisierung bei einem noch nicht geöffneten Terminal.
Die anderen Angeklagten stammen von Firmen aus den Philippinen, Japan und
Singapur, die ein Konsortium unter der Führung von Fraport gebildet haben um das
neue Terminal am Hauptstadtflughafen NAIA zu bauen.
Die Regierung enteignete das Gebäude im Dezember 2004 und stornierte den 1997
mit dem Konsortium geschlossenen Vertrag.
Fraport und das Konsortium haben ihrerseits bereits Schiedsgerichte in
Singapur und Washington angerufen um eine Entschädigung für den Bau des
Terminals zu erhalten.
Aus Sicht der Staatsanwaltschaft hätten die Angeklagten versucht, freien
Wettbewerb zu verhindern und sich selbst bevorzugt mit Aufträgen zu versorgen,
auch und insbesondere bei Dienstleistungen am laufenden Terminal wie
Bodenservice, Catering, Tankdienstleistungen etc. Die Regierung der
Philippinen hofft, dass das neue Terminal noch in diesem Jahr in Betrieb gehen
kann. Es belegt einen Platz von 65 Hektar, hat 140 Check-In Schalter, 118
Immigration-Schalter und einen 20.000 qm Einkaufsbereich.
Schwere Umweltschäden durch neues Bergbauprojekt befürchtet
25.07.2007
In der Provinz Nueva Vizcaya, Luzon, ist die Einrichtung einer Gold- und
Kupfermine geplant. Umweltschützer befürchten verheerende Auswirkungen auf die
Umwelt.
Bereits 1995 unterzeichnete die Climax-Arimco Mining Corporation eine
Vereinbarung über finanzielle und technische Unterstützung mit der Regierung.
Zum damaligen Zeitpunkt war die Firma in australischer Hand. Mittlerweile, durch
eine Verschmelzung mit OceanaGold, handelt es sich um eine neuseeländische
Firma.
Nach Ansicht von JP Alipio vom „Cordillera Conservation Trust“ läuft diese
Vereinbarung dem geltenden Recht zuwider, wonach Bergbauprojekte mindestens zu
60% in einheimischer Hand sein müssen.
Darüber hinaus müsse sich der Bergbaubetreiber mit der Bevölkerung vor Ort
über die Vorgehensweise verständigen. Dies sei bisher nicht geschehen.
Man könne jedoch schon an kleineren, früheren Bergbauprojekten sehen, welche
Umweltschäden entstehen können. Als Beispiel wird die Kupfermine nahe der Insel
Marinduque benannt. Nach Angaben von Alipio hätte der kanadische Treiber mehr
als 200 Millionen Tonnen Abraum direkt in die Bucht Calaancan gekippt und damit
ca. 80 Quadratkilometer der Bucht mit Abraum verwüstet.
Die Bevölkerung vor Ort leidet nun unter erhöhter Arsen- und
Bleikonzentration im Wasser, was insbesondere die Kinder gefährdet. Außerdem
litten zahlreiche Einwohner vor Ort unter chronischen Schmerzen.
Nach dem Schließen der Mine kollabierte die lokale Wirtschaft, frühere
Erwerbstätigkeiten wie Fischerei waren auf Grund der Verschmutzung nur noch
eingeschränkt möglich und die Umwelt war dauerhaft geschädigt.
Der 1995 geschlossene Vertrag hat eine Laufzeit von 25 Jahren. Man rechnet
mit ca. 300.000 Unzen Gold pro Jahr. Bei der Förderung dieser Menge falle jedoch
unglaublich viel Abraum an, so Alipio.
Dieses Projekt könnte die gesamte Region Nueva Vizcaya betreffen, ein für die
Landwirtschaft sehr wichtiger Bereich der Philippinen, wo unter anderem die
meisten Zitrusfrüchte und der meiste Reis der Philippinen produziert werden.
Alipio führt ferner aus, dass dieses Geschäft der Regierung kaum nennenswerte
Einnahmen bringen werde: es gäbe eine vierjährige Steuerbefreiung sowie die
Aufhebung aller Einfuhrzölle für importierte Gerätschaften zum Bergbau. Außerdem
darf das Gold direkt vom Betreiber der Mine auf dem internationalen Markt
verkauft werden.
Import von Getreide steigt
20.07.2006
Die Importmenge an Tierfutterweizen wird sich wahrscheinlich in 2006
verdoppeln, gemessen am Vorjahreswert. Für Mais wird sogar eine Versechsfachung
auf Grund stark gestiegener Nachfrage von Fleischproduzenten prognostiziert.
Hinzu kämen Regenfälle und Überschwemmungen, welche die Maisernte
beeinträchtigt haben. Somit müssen Futtermühlen sowie Geflügel- und Viehzüchter
auf Importware ausweichen. Dies sagte Ric Pinca, Vizepräsident der Philippine
Association of Feedmillers.
Danach müsste Weizen als Ersatz für Mais herhalten. Pinca rechnet mit mehr
als 1,1 Millionen Tonnen Import, ein Wert, der auch in 2003 erreicht wurde. 2005
wurden 593.000 Tonnen Weizen importiert. Auf den Philippinen wird kein Weizen
angebaut.
Bis jetzt wurden bereits 733.263 Futterweizen eingekauft, wovon jedoch
161.100 Tonnen erst im Oktober geliefert werden. Exportländer für die bereits
gelieferten ca. 572 T-Tonnen waren: Brasilien mit 226 T-Tonnen, Kanada mit 138
T-Tonnen, China mit 123 T-Tonnen und die Ukraine mit 84 T-Tonnen.
Weiterhin werden bis Jahresende wahrscheinlich 336.940 Tonnen Mais
importiert. Der Vorjahreswert lag bei 55.000 Tonnen. Durch die Regierung wurde
eine Einfuhrquote von 216,940 Tonnen festgelegt, die mit 35% verzollt werden.
Importe außerhalb dieser Quote werden mit 50% verzollt.
Von dieser Importquote seien ca. 144 tausend Tonnen bereits in Anspruch
genommen. Insgesamt wurden bereits 258 tausend Tonnen importiert, mehr als
viermal soviel wie im gesamten Vorjahr.
Hauptimporteure waren Argentinien mit knapp 157 T-Tonnen, USA mit 42,7
T-Tonnen und China mit 58,6 T-Tonnen.
Pinca kündigte an, dass seine Vereinigung an die Regierung appellieren werde,
die Importquote weiter zu erhöhen. Bereits Anfang Juli hatte die Regierung
eine Bitte in dieser Richtung abschlägig beschieden, da die lokale Ernte
ebenfalls diesen Monat begann. Allerdings sind laut Pinca die Futtermühlen
besorgt über die Qualität der einheimischen Ware, da diese unter den anhaltenden
Regenfällen leiden könnte.
IT-Hersteller investieren stärker auf den Philippinen
7.7.2006
Verantwortliche des Herstellers Hewlett Packard gaben gestern bekannt, wieder
verstärkt auf den Philippinen investieren zu wollen. Begründet wird dies mit
zunehmenden Spannungen zwischen den anderen asiatischen Ländern, so z.B.
zwischen China und Japan, dem Raketentest Nordkoreas und den abnehmenden
Investitionen Japans in China.
Zur Zeit wären die Öl- und Gasindustrie die größten Nachfrager nach
IT-Produkten und Dienstleistungen, gefolgt von der Halbleiterindustrie, welche
neue Fertigungsstätten errichten wird.
Zudem würden Fertigungskosten in Japan steigen während zeitgleich die
chinesische Politik, die Joint-Ventures zwischen Investoren und Einheimischen
vorschreibt, das Wachstum behindern.
Somit wären die Philippinen, Thailand und Vietnam potentiell gute Standorte
für eine weitere Expansion.
Gericht soll Wasserverordnung aufheben
30.06.2006
Anwälte und NGOs haben den
Supreme Court (SC) aufgefordert, die Verordnungen der Metropolitan Waterworks
und Sewearge System (MWSS) zu annullieren. Mit diesen Verordnungen würde MWSS
den Charakter einer öffentlichen Einrichtung verlieren.
Dadurch befürchten die Einreicher der Petition eine spürbare Erhöhung der
Preise für Wasser.
Die MWSS Verordnung wurde im Juli 2004 erlassen und befreit die Maynilad
Water Services Inc. Vom Status einer öffentlichen Einrichtung. Mit dem Wegfall
dieser Beschränkung würde auch die Begrenzung der Gewinnschwelle nach oben von
12% wegfallen. Da Wasser jedoch ein unbestreitbar öffentliches Gut sei, wäre
es zwingend notwendig, dass diese Verordnung fällt. Anderenfalls hätten die
Wasserversorger in der Gestaltung ihrer Preise völlig freie Hand.
Philippinen importieren mehr Reis aus Vietnam
29.06.2006
Die Philippinen werden ihren Reisimport aus Vietnam um 100.000 Tonnen
erhöhen. Im Jahr 2005 importierte das Land insgesamt 1.8 Millionen Tonnen Reis,
davon 1,6 Millionen Tonnen aus Vietnam.
Der Preis liegt bei 286 USD pro Tonne CIF (cost, insurance, freight), die
Lieferung wird im August oder September erfolgen. Aktuell liegt der
Weltmarktpreis für diese Reissorte (25% broken) bei 250 USD. Vietnam ist zur
Zeit die Nummer zwei auf dem Weltmarkt der Reisexporteure, könnte aber in diesem
Jahr Thailand von der Spitzenposition verdrängen.
Milchproduzenten fordern höhere Einfuhrzölle
28.06.2006
Die Milchproduzenten der Philippinen fordern die Regierung auf, den derzeit
geltenden Einfuhrzoll von 3% für Milchprodukte auf 18% anzuheben, damit die
einheimische Wirtschaft besser wachsen kann.
Die Einfuhrzölle der Philippinen sind in diesem Sektor die niedrigsten der
Region. Jedes Jahr werden Milchprodutke im Wert von 500 Mio. USD importiert, das
meiste davon ist Milchpulver.
Während in Indien der Einfuhrzoll bei 35-60% liegt, und Länder wie Thailand,
Japan, China und Vietnam Sätze von 20-40% nehmen, liegen die Philippinen mit 3%
weit am unteren Ende dieser Skala.
Die einheimische Produktion liegt bei 12.34 Millionen Litern, dies ist eine
Steigerung um 2,1 Millionen Litern im Vergleich zu 2000. Damit werden ca. 5% des
Bedarfs gedeckt. An flüssiger, trinkfertiger Milch wurden 2005 46,6 Millionen
Litern importiert, 2000 waren es 22,8 Millionen Liter.
Erhöhung des Mindestlohns in Manila
26.06.2006
Tagelöhner in Manila erhalten ab Juli eine Erhöhung des Mindestlohns pro Tag.
Dies teilte die Abteilung für Arbeit und Beschäftigung gestern mit. Dadurch
erhöht sich das Tageseinkommen von 280 PHP auf 350 PHP. Alternativ ist eine
Bezahlung von 300 PHP pro Tag und 50 PHP Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten
möglich.
Im letzten Jahr wurden die Mindesteinkommen um 6,3% erhöht. Die diesjährige
Erhöhung ist 7.7%. Ob und wie stark andere Regionen ihre Tarife für Tagelöhner
erhöhen wird in den nächsten Wochen bekannt gegeben. Auf den Philippinen
arbeiten 3 Millionen Menschen als Tagelöhner mit Mindesteinkommen. Die meisten
davon in Manila.
Citibank wünscht sich mehr Freiheit
23.06.2006
Die Philippinen würden attraktiver für Investoren, wenn das Geschäftsumfeld
liberaler gestaltet wird, sagte ein Vertreter der Citibank am Donnerstag. Nach
Meinung dieses Vertreters haben die Philippinen zusammen mit Indien die
restriktivsten Regelungen in Asien.
Er führte ferner aus, dass die Philippinen von einer Liberalisierung des
Finanzmarktes profitieren würden, sich aber auch auf Marktschwankungen
vorbereiten müssten.
Aktuell müsste ein philippinischer Investor, der im Ausland investieren
wollte, sein Vorhaben bei der Zentralbank (Bangko Sentral ng Pilipinas)
registrieren. Dies hätte zum Beispiel die „Government Service Insurance“ davon
abgehalten, 200 Mio USD im Ausland zu investieren, da sie hierzu die Genehmigung
der Zentralbank bräuchte.
40% der OFW-Familien legen Geld beiseite
20.06.2006
OFW=Overseas Filipino Worker, arbeitet im Ausland
Viele der OFW überweisen Teile ihres Einkommens regelmässig in die Heimat, zu
ihrer Verwandtschaft. Die Zentralbank der Philippinen (Bangko Sentral ng
Pilipinas – BSP) hat nun in einer Umfrage versucht herauszufinden, wie die
Empfängerfamilien dieses nutzen.
In der Hauptstadt Manila hat jede 10te Familie ein oder mehrere OFW in der
Verwandtschaft. Von diesen Familien erhielten über 91% Geld aus dem Ausland in
den letzten 12 Monaten. Insgesamt arbeiten 10% der Bevölkerung im Ausland.
Teile des Geldes wurden von fast jeder Familie (95,5%) für Nahrung und andere
Haushaltskosten verwendet.
10% der Empfänger legen einen Teil des Geldes in Aktien oder ähnlichen
Beteiligungen an.
39% deponieren das Geld bei der Bank in Form eines Sparbuches oder
vergleichbarem. Somit legen insgesamt 2/5 der Empfänger ihr Geld bei
Finanzinstitutionen an.
Das Geld, welches ausgegeben wurde, teilt sich wie folgt auf:
21,8% Haushaltsgeräte, 10,9% Erziehung, 7,7% Immobilienkauf, 4,1% Kauf eines
Fahrzeugs, 2,7% medizinische Kosten und 1,8% Miete.
Die Sparrate der Filipinos insgesamt liegt bei 27,8%. Zum Vergleich: 50% in
Singapur, 35% in Thailand und 30% in Indonesien.
Diejenigen, die das Geld der OFW nutzen um sich eine eigene Existenz
aufzubauen, gründen eine selbständige Existenz bevorzugt im Taxigewerbe,
Schneiderei oder Nahrungsmittelverarbeitung.
Arbeitslosenquote klettert auf 8,2%
18.06.2006
Die Arbeitslosenquote kletterte auf
8,2% Ende April. Im Januar lag die Quote bei 8,1%, im April 2005 bei 8,3%, sagte
das NSO (National Statistics Office) am Donnerstag.
2,93 Mio. Filipinos
waren Ende April arbeitslos, verglichen mit 2,8 Mio. im Januar und 2,91 Mio. im
April 2005.
Einen Arbeitsplatz hatten im April 2006 33,02 Mio, Menschen,
91,8% der 35,95 Mio. arbeitsfähigen Menschen. Im April 2005 waren 32,22 Menschen
in Arbeit, oder 91,7% von 35,13 Mio. arbeitsfähigen.
Im April 2006
arbeiteten 16,7 Mio. Menschen in einer nichtselbständigen Tätigkeit, 12,4 Mio.
Selbständige und 3,9 Mio. in unbezahlten Familienjobs.
Die Zunahme der
Arbeitsverhältnisse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kommt vornehmlich durch
den landwirtschaftlichen Sektor, laut NSO.
Die Anzahl der
Vollzeitbeschäftigten (40 und mehr Wochenstunden) sank auf 18.7 Mio. im April
2006, verglichen zu 20,1 Mio. im April 2005.
Teilzeitjobs (weniger als 40
Stunden pro Woche) wuchsen auf 13.5 Mio. von 11.5 Mio.
Expräsident ruft Europa zu mehr Investitionen auf
16.06.2006
Der frühere Präsident Fidel Ramos forderte europäische Geschäftsleute auf,
mehr auf den Philippinen zu investieren, da sich der gesamte Welthandel mehr und
mehr auf Asien konzentriere.
Während einer Konferenz im Geschäftsviertel von Makati, welche von der Ramos
Peace and Development Stiftung und dem Boao Forum für Asien initiiert wurde,
sagte Ramos, die Philippinen würden eine Menge Gelegenheiten für anspruchsvolle
Investoren bieten, besonders im Bergbau, Energiesektor, Kommunikation, Chemie
und Pharmazie.
Die Philippinen sind außerdem zu einem Zentrum bei der Auslagerung von
Geschäftsprozessen geworden, weil die Filipinos sehr gut Englisch können, merkte
er an. Er sagte, während die Amerikaner und Japaner mit ihren Firmen den
Outsourcing-Bereich in den Philippinen dominieren, täten die Europäer gut daran,
ihnen zu folgen.
Ramos sprach weiter davon, daß eine neue Weltordnung in Europa geboren wurde,
wo Staaten Teile ihrer Souveränität aufgegeben haben, zugunsten einer höheren
"Zivilisations-Synergie". Er sagte, die Stabilität Europas beruhe nicht mehr auf
einem Wettrüsten der einzelnen Staaten sondern auf einem Verzicht auf Gewalt und
"selbst auferlegten Regeln des Zusammenlebens". Schrittweise, schmerzhaft, wird
sich die globale Gemeinschaft vom Prinzip des Kräfteausgleichs weg bewegen, hin
zu Gemeinschaften, die im Konsens zusammenleben. "Das ist wie eine langsame
Evolution" sagte er "Es wird unvermeidbare Rückschläge geben aber ich habe
keinen Zweifel, daß es Europa sein wird, welches zuerst das Aufblühen einer
Gemeinschaft im vollen Konsens erleben wird, der Form von Zusammenleben, wonach
die Menschheit sich sehnt, seit es sie auf der Erde gibt."
EU fordert Südostasien zu höherer Qualität bei Lebensmitteln auf
14.06.2006
Die Europäische Union sagte am Dienstag, das Südostasien seine
Sicherheitsstandards bei Lebensmitteln verbessern müsse, wenn die Region
verhindern wolle, daß ihre exportierten Fische und Meeresfrüchte zurückgeschickt
oder vernichtet werden, aufgrund strikterer neuer Gesetze. "Wir wünschen uns
eine Reihe von Verbesserungen" sagte Patrick Deboyser, Experte in Thailand für
Gesundheit und Nahrungsmittelsicherheit der EU-Mission, zu Reportern in Manila.
Eine Gruppe dieser Experten war in der philippinischen Hauptstadt um die
Mitglieder der "Vereinigung Südostasiatischer Nationen" (Association of South
East Asian Nations, ASEAN) über die neuen Sicherheitstandards zu unterrichten,
die in der EU in diesem Jahr eingeführt wurden.
Die EU ist der weltgrößte Importeur von Fischprodukten mit einem
Handelsvolumen von ca. 1.3 Mrd. Euro in 2005 und einer jährlichen Zuwachsrate
von 4.4%. Die EU kauft den größten Teil davon in Norwegen, aber 8% kommen aus
der Region der ASEAN, insbesondere Thailand, Indonesien, Vietnam, Philippinen
und Malaysia.
Deboyser sagte, dass die EU-Verbraucher generell höhere Erwartungen in Bezug
auf Nahrungsmittelsicherheit haben und dass die EU zukünftig Importe stoppen
würden, welche nicht die Anforderungen z.B. bei chemischen Rückständen,
Bakterien und anderen Verunreinigungen erfüllten. "Diese Regelung gilt für
jeden" sagte Deboyser auf einer Pressekonferenz, und weiter: "das mag eine
Herausforderung sein für sich entwickelnde Länder, wo Kontrollen eventuell nicht
so streng gehandhabt wurden."
Luc Vandebon, stellvertretender leiter der EU-Mission in Manila, sagte, die
EU habe ein 3.1 Mio-Euro Programm gestartet um technische Unterstützung zu geben
und die Philippinen zu trainieren und auszurüsten, damit sie die europäischen
Standards erfüllen könnten. Von offizieller EU-Stelle wurde auch bekanntgegeben,
dass es der philippinischen Fischverarbeitung an Geräten und Personal mangelt,
um Reststoffe nachweisen zu können. Sie sagten ferner, die Bestrebungen Manilas,
die Verwaltung zu dezentralisieren, ist ein potentielles Problem, da es
Kontrollen erschweren würde.
Nido baut Vorsprung aus mit philippinischem Öl
12.06.2006
Das australische Energieunternehmen Nido petroleum plant, seine Ölproduktion
in den Philippinen zu verdoppeln, wenn es dort das erste Projekt im nächsten
Jahr eröffnet. Nido hält Anteile im Galoc-Projekt im Palawan-Becken, offshore
nordwestlich der Philippinen und wird eine Investitionsentscheidung och vor Ende
Juni treffen.
Die Entwicklung des Galoc-Projektes wurde vom philippinischen
Energieministerium Anfang diesen Jahres genehmigt - die erste Entwicklung seit
dem Projekt von Shell (Malampaya Gasfelder) 1998. Der verantwortliche Direktor
David Whitby unterstrich die Bedeutung der Genehmigung als Beweis der
Renaissance der philippinischen Öl-Industrie. "Wir stehen seit 2004 auf dem
Standpunkt, daß das Vorkommen der Philippinen im Palawan-Becken hervorragend ist
und haben weiterhin Schritte unternommen um uns eine gute Position zu
verschaffen während andere Unternehmen jetzt gerade erst anfangen" sagte er .
"Ausgehend von 2004/2005 sind praktisch keine Entwicklungspläne genehmigt
worden und wir waren die ersten die zurückkamen und uns sagten 'wir denken es
ist gut, wir denken es wird besser und wir wollen das machen'". Nido hält 22,279
Prozent Anteile im Galoc-Feld und man nimmt den Start der Produktion für Mitte
nächsten Jahres an, mit einem Ausstoß von 7.500 bis 10.000 Barrel Öl pro Tag bei
Beginn der Produktion. Aktuell liegt die Tagesproduktion der Philippinen bei ca.
14.360 Barrel. Galoc könnte könnte einen Ertrag zwischen 40 Mio. USD und 70 Mio.
USD pro Jahr ab dem zweiten Halbjahr nächsten Jahres erwirtschaften, wobei der
Ölpreis natürlich eine wesentliche Rolle spielt. "Niemand wird den Ölpreis
vorhersagen, dafür ist er zu starken Schwankungen ausgesetzt und keiner weiß,
wohin er sich entwickeln wird." sagte Mr.Whitby.
"Ich glaube, die Grundlagen haben sich verändert - es gibt einen
grundsätzlichen Paradigmenwechsel hin zu höheren Preisen". Das Palawan-Becken
-in dem Galoc liegt-hat das Potential zu einem zweiten Mauretanien zu werden,
sagte Nido unter Anspielung auf die Firma Woodside Petroleum, die dort gerade
das Chinguetti Projekt gestartet hat. Der Landbesitz in der Region ist größer
als das Nordwest-Shelf in West-Australien, welches als eines der größten
Energieprojekte Australiens angesehen wird. "Es ist groß, es hat gute
Aussichten, man hat dort Öl und Gas gefunden und man wird es wieder dort finden"
sagte Mr. Whitby. "Man muß genug Land haben um dort was entdecken zu können.
Wenn man nur eine kleine Parzelle hat, dann wird das nichts."
Die Firma plant seismologische Messungen in den nächsten Monaten, in
Abstimmung mit der Philippines National Oil Company
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