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Nicole: keine Vergewaltigung sondern eine Prostituierte?
28.09.2006
Eine Gynäkologin, die als Sachverständige von der Verteidigung benannt wurde,
sagte aus, sie habe keine Anzeichen dafür gefunden, dass das mutmaßliche Opfer
Nicole von den Angeklagten zum Sex gezwungen wurde. Selbst im Falle einer
„extremen Betrunkenheit“, so die Sachverständige, hätte sie sich gegen den
Geschlechtsverkehr wehren können, was zu Blutergüssen geführt haben müsste.
Die Sachverständige führte weiter aus, dass selbst betäubte
Vergewaltigugnsopfer Blutergüsse aufweisen.
Eine Woche später relativierte die Sachverständige jedoch ihre Aussage,
nachdem sie mit medizinischer Fachliteratur von der Anklage konfrontiert wurde:
es gäbe durchaus Fälle, wo eine Vergewaltigung stattgefunden habe und keine
Blutergüsse zurückblieben. Es sei also nicht zwingend so, dass jede
Vergewaltigung Blutergüsse nach sich ziehe.
Am nächsten Verhandlungstag bezeichnete einer der vier Angeklagten Nicole als
„Professionelle“, womit „Prostituierte“ gemeint ist. Chad Carpentier, der
Angeklagte, hat nach eigenen Angaben Nicole nie als Opfer gesehen. Selbst dann
nicht, als sie aus dem Van mit heruntergelassener Unterhose gestiegen ist.
Carpentier war vielmehr sehr überrascht bis schockiert, als er sah, wie offensiv
sich Nicole in der Neptune-Bar verhalten habe und sich auf den Schoß des
Hauptangeklagten gesetzt habe und mit ihm geflirtet und geknutscht habe.
Und daher habe er sich auch nicht gewundert, als Nicole mit Smith auf eigenen
Wunsch im Van verschwand. Es stimme außerdem nicht, dass Nicole betrunken
gewesen sei. Auch habe er nicht gesehen, was im Van passierte, da er sich nicht
im Laderaum befand, während sich das Auto auf dem Weg zum Pier befand, an dem
das Schiff der Marines angedockt war.
Er habe sich nicht darum gekümmert, ihm war es nur wichtig, rechtzeitig vor
dem Ablauf der Ausgangszeit wieder an Bord zu kommen.
Ein weiterer Angeklagter, Dominic Duplantis, sagte aus, dass der Sex zwischen
Nicole und Smith einvernehmlich war. Er habe die junge Frau auch Stöhnen und
Lachen gehört. Die Anklage bezweifelt diese Aussage jedoch, da Duplantis der am
stärksten betrunkene Marine der Gruppe war. Da sei es doch sehr verwunderlich,
dass er sich so gut an den Abend erinnern könne. Nach Angaben des Gerichts
wird der Fall noch in diesem Jahr entschieden.
Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen gelockert
28.09.2006
Die Manila International Airport Authority (MIAA) hat das Verbot der Mitnahme
von Flüssigkeiten gestern aufgehoben. Passagiere dürfen nun wieder Getränke in
Flaschen, Parfüm, Likör, Gel und Zahnpasta im Gepäck mitführen.
Die Duty-Free-Shops am Flughafen begrüßten diesen Schritt.
Körperabtastungen, Röntgenaufnahmen, Schuh- und Tascheninspektionen bleiben
jedoch weiterhin aktiv. Alle Flüssigkeiten werden in durchsichtige
Plastikbehälter verpackt. Größere Mengen müssen als Gepäck aufgegeben
werden.
Pilot wollte Schuhe nicht ausziehen: suspendiert
14.09.2006
Ein Flug nach Australien mit Qantas Airways verspätete sich, da zwei Piloten
sich weigerten, ihre Schuhe auszuziehen. Hierzu seien sie am Flughafen im Rahmen
der Sicherheitsmaßnahmen aufgefordert worden.
„Wir sind die Piloten, nicht die Bedrohung“ habe einer der beiden gesagt.
Jedoch bestehen die Behörden darauf, dass die Regelungen für alle Insassen eines
Flugzeugs gelten. Schließlich könne man niemanden ansehen, ob er ein Terrorist
sei.
In einem Statement der Fluglinie heißt es, dem Piloten sei bis auf weiteres
das Fliegen untersagt wurden, eine Untersuchung werde
vorbereitet.
Nicole: von schwachen Anklägern, weglaufenden Opfern und neuen Gynäkologen
14.09.2006
Die Verteidigung wird einen eigenen Gynäkologen in den Zeugenstand rufen.
Dieser soll das Gutachten der Anklage entkräften, wonach Nicole verschiedene
Vaginalverletzungen und Blutergüsse nach der Tat aufwies, die auf eine
Vergewaltigung deuteten. Teresita Sanchez ist die Sachverständige, die am
Freitag im Zeugenstand aussagen wird. Eigentlich war ihre Aussage bereits für
gestern geplant. Allerdings stritten sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung
drei Stunden darüber, ob Sanchez überhaupt qualifiziert sei.
Unterdessen kritisierte eine Frauengruppe den Staatsanwalt. Dieser habe eine
schwache Leistung im Kreuzverhör mit dem Hauptbeschuldigten abgeliefert und
diesen nicht wirklich beeindruckt.
Nicole hat derweil den Gerichtssaal zusammen mit ihrer Mutter Susan
verlassen, kurz bevor eine neue Anhörung beginnen sollte. Auf die Frage, warum
sie dies getan habe antwortete sie per SMS „Da der Staatsanwalt inkompetent
ist.“ Zeugen beobachteten, wie Nicole mit ihrer Mutter ein Taxi bestieg.
Gerüchten zufolge sei sie zum Büro des Justizsekretärs Raul Gonzales in Manila
gefahren. Dies könnte bedeuten, dass Nicole die Justiz bitten könnte, den
Staatsanwalt zu wechseln. Ein Polizist wird zitiert wie er Susan gehört habe
„Die behandeln uns wie Dreck, wir werden sie austauschen“.
Zeugenaussage: Nicole leugnete Vergewaltigung
12.09.2006
Am Montag wurde der US-Marine Smith als Hauptbeschuldigter im Zeugenstand
vernommen. Ihm wird vorgeworfen, eine 22-jährige Philippina, vom Gericht
„Nicole“ genannt, vergewaltigt zu haben während ihn drei seiner Kameraden dabei
anfeuerten.
Am Dienstag wurde ein Zeuge vernommen, der aussagte, dass Nicole ihm eine SMS
geschickt habe, in der sie die Vergewaltigung bestritt.
Smith beschrieb den Abend wie folgt: Nicole stellte sich ihm in der Bar vor,
setzte sich auf seinen Schoß und fragte, ob er sie küssen würde. Später am
Abend, als Smith mit seinen Kameraden gehen wollte machte sie einen enttäuschten
Eindruck und fragte, ob er nicht noch ein wenig im Neptune-Club bleiben wolle.
Daraufhin habe Smith sie gefragt, ob sie noch eine Runde gemeinsam im Auto
drehen wollten. Kurze Zeit später waren die beiden im Van, wo die Vergewaltigung
stattgefunden haben soll.
Nicole legte ihre Hände auf seinen Rücken, lehnte sich weit zurück und Smith
fragte scherzhaft, ob sie hier jetzt Sex haben wolle. Zu seiner Überraschung
habe Nicole dies bejaht. Also zogen sich beide aus und Smith holte ein Kondom
aus seiner Hosentasche. Nicole assistierte ihm beim Überstreifen des Kondoms
sowie kurz darauf beim Eindringen.
Nach bereits drei Minuten stoppte der Van, der sich auf einer Rundfahrt durch
das Hafengelände befand. Smith schaute auf die Uhr und stellte fest, dass seine
Ausgangszeit vorüber war. Nicole fragte ihn dann, ob er schon fertig sei. Er
erklärte seine Situation und so ließen sie Nicole im Hafengelände zurück, da
kein Taxi aufzutreiben war.
Smith kehrte nach eigenen Angaben in der nächsten Nacht zur Neptun Bar
zurück, da er dies Nicole versprochen habe.
Weiterhin leugnete er die Aussage in dem Bericht des US Naval Criminal
Investigation Service (NCIS), wonach er fünf Flaschen Bier getrunken hätte. Nach
seinen Angaben seien in diesem Bericht einige falsche Zitate. Auch sei er
während des Sex keineswegs von seinen Kameraden angefeuert worden. Vielmehr
wären diese betrunken gewesen und hätten sinnloses Zeug geredet, wie es
Betrunkene eben tun.
Ein weiterer Zeuge der Verteidigung, der nach Smith vernommen wurde, war
Justin Bamberger, ein Freund des mutmaßlichen Opfers. Bamberger hatte Nicole als
Servicekraft in einer Militärbasis auf Mindanao kennengelernt. Nachdem er von
dem Vergewaltigungsfall gehört hatte, sendete er an Nicole eine SMS um zu
fragen, ob dies wahr sei. Nach seinen Angaben kam als Antwort per SMS „Das ist
nur ein dummes Gerücht.“ Allerdings kam einige Stunden später eine zweite
Nachricht „Hey, das Gerücht ist wahr, ich bin die, die vergewaltigt wurde“.
Bamberger fragte nach, warum ein Vergewaltiger ein Kondom benutzen sollte,
woraufhin sich Nicole sehr aufgeregt habe und zurückgefragt habe, wem er mehr
glaube, den Vergewaltigern oder ihr.
Letzte Ruhestätte für Marcos
11.09.2006
Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, nimmt die Familie vom früheren
Präsidenten Marcos eventuell Abstand von den Plänen, ein Heldendenkmal als
Ruhestätte für Ferdinand Marcos einzurichten.
Statt dessen wird über die Errichtung eines Mausoleums in seienr Heimatstadt
nachgedacht.
Marcos regierte die Philippinen zwei Jahrzehnte und wurde durch eine
friedliche Revolution 1986 aus dem Amt entfernt. Er starb im Exil auf Hawaii
1989 im Alter von 72 Jahren.
Sein Leichnam wurde in seine Heimatstadt Batac überführt und wird seit 1993
tiefgefroren. Seit dem läuft die Diskussion ob man ihm ein Staatsbegräbnis auf
dem Heldenfriedhof in Manila widmet oder nicht.
Nach Meinung der Familie stünde diese Ehre dem früheren Präsidenten zu.
Allerdigns gab es darüber sehr kontroverse Diskussionen. „Mein Vater hätte
diesen Streit nicht gewollt“ wird Imee Marcos, die älteste Tochter zitiert.
Marcos wurden Menschenrechtsverletzungen und Unterschlagung von
Staatseigentum vorgeworfen.
Am Montag haben Imelda Marcos (seine Witwe) und drei Kinder einen Hügel bei
Batac besichtigt. Sie planen dort vielleicht eine Gedenkstätte und Bücherei im
Namen von Ferdinand Marcos zu errichten.
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Philippinen streben Weltrekord bei Baumpflanzungen an
29.08.2006
Wie die Helenair Independent berichtet nahm Präsidentin Gloria Macapagal
Arroyo am Freitag persönlich an der Baumpflanzungskampagne ihres Landes teil.
Ziel der Kampagne ist es, die Luftqualität zu verbessern und einen Weltrekord
bei Neuanpflanzungen aufzustellen.
Das Projekt „Green Philippine Highways“ plante, gleichzeitig 500.000 Bäume
entlang von 2137 Meilen Straße zu pflanzen. Dieses Ziel könnte jedoch nach
Angaben des Umweltministeriums sogar noch übertroffen worden sein.
Ca. 620.00 0Setzlinge wurden an Regierungs- und Bürgergruppen verteilt,
nahezu 1 Million Menschen nahmen teil, darunter Mitglieder von insgesamt 4414
Organisationen.
Präsidentin Arroyo sagte am Freitag: „An diesem Morgen haben wir Bäume
überall auf unserem Archipel gepflanzt, die größte Menge jemals gleichzeitig
gepflanzter Bäume auf der ganzen Welt. Vielleicht schaffen wir es damit zu einem
Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde.“
Der aktuelle Rekord wird in Indien gehalten und liegt bei 300.587 Bäumen,
gepflanzt von 16.317 Menschen. Der Rekord stammt aus dem Jahr 2005.
Nach Angaben von Experten sind 10 Bäume notwendig um die Emissionen eines
Autos zu absorbieren.
Fünf Tote bei Explosion einer Weltkriegsbombe
28.08.2006
Als eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg explodierte sind fünf Taucher in
einer Strandregion ums Leben gekommen. Dies gab die Polizei am Montag
bekannt.
Die Opfer starben am Sonntag. Sie tauchten im Wrack eines japanischen
Kriegsschiffes, welches 1945 von US-Bombern versenkt wurde. Offensichtlich waren
sie auf der Suche nach Metallteilen.
Das Unglück ereignete sich bei Batangas, ca. 100 km südlich von Manila. In
dieser Region fanden während des zweiten Weltkriegs heftige Kämpfe zwischen
japanischen und US-amerikanischen Truppen statt.
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Petron entschuldigt sich
25.08.2006
Der Geschäftsführer der Firma Petro Corp hat sich bei einer Pressekonferenz
am Donnerstag für die schlimmste Ölkatastrophe des Landes entschuldigt. Die
Firma werde alles in ihrer Macht stehende tun um die betroffene Insel Guimaras
zu retten und hat bereits ein japanisches Schiff mit Spezialausrüstung vor Ort
geschickt.
Der gesunkene Tanker liegt in 900 Metern Tiefe.
Der Staat hält Anteile an Petron Corp.
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Fähre läuft auf Grund – keine Verletzten
25.08.2006
Am Freitag lief eine Fähre mit 820 Passagieren und Besatzung auf Grund. Ort
des Geschehens ist die Insel Canigao, 640 km südwestlich von Manila.
Der Vorfall ereignete sich, als der jüngste Offizier der Mannschaft Dienst
auf der Brücke hatte.
Menschen kamen nicht zu Schaden.
Das Schiff befand sich auf der Route von Surigao nach Cebu. Die Passagiere
wurden mit einer anderen Fähre sicher ans Ziel gebracht.
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Neuer Fall von Ölverschmutzung
25.08.2006
Vermutlich ein Passagierschiff hat hunderte von Plastikbeuteln mit Altöl über
Bord geworfen, als es an der Küste von Olongapo vorbeifuhr. Die Plastikbeutel
haben der See nicht standgehalten und haben sich geöffnet. Auf einer Länge von
fünf Kilometern ist die Küste nun durch das Öl verschmutzt.
Die Behörden ermitteln nun anhand der Strömung, wann und wo die Beutel ins
Meer geworfen worden sein könnten. Unter den Schiffen, die für die Verschmutzung
in Frage kommen, befindet sich auch ein ausländisches Passagierschiff.
Die Stadtverwaltung ist nun mit zahlreichen Angestellten sowie
unterstützenden Einwohnern dabei, die Verschmutzung einzudämmen und zu
beseitigen.
Olongapo ist nahe dem früheren US-Stützpunkt Subic gelegen und gilt als
besondere Wirtschaftszone. Die Strände sind sehr beliebt bei westlichen
Touristen.
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Geiseln nach kurzer Zeit freigelassen
25.08.2006
Guerillakämpfer der NPA haben am Mittwoch ihre Geiseln, die meisten von ihnen
Schulkinder, freigelassen. Zuvor waren die Rebellen in eine Schule bei Kabasalan
eingedrungen und hatten Dutzende Menschen, die meisten von ihnen Schulkinder,
als Geiseln genommen.
Die Geiselnahme dauerte zwei Stunden. Betroffen war eine protestantische
Schule. Mitten im Unterricht stürmten mehr als 20 Rebellen die Schule. Sie
hatten verwundete NPA-Kämpfer bei sich und waren auf der Suche nach Essen und
medizinischer Versorgung.
Nachdem die Schule besetzt wurde befahlen die Rebellen die Anwohner der
Umgebung zu sich und wiesen sie an, sich in der Schulkirche zu versammeln.
Anschließend wurde den Einwohnern ein Vortrag über den Kommunismus gehalten und
Nahrung sowie Medizin erpresst.
Als Polizei und Militär sich dem Tatort näherten ergriffen die Rebellen die
Flucht und ließen die Geiseln unversehrt zurück.
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50 Schulkinder als Geisel genommen
23.08.2006
Eine Gruppe bisher nicht näher identifizierter Terroristen ist heute in
eine Schule in der Stadt Kabasalan, Provinz Zamboanga/Sibugay eingedrungen und
hat 50 Kinder dort als Geiseln genommen.
Kabasalan ist ca. 700 km südlich von Manila.
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“LET’S START WITH A,B,C”
23.08.2006
Der nachfolgende Bericht ist nicht von der Redaktion, sondern ein
Spendenaufruf von Norbert Hölter, Lerchenweg 23, 44807 Bochum Telefon 0234 950
4591
Schon bei meinem 1. Besuch auf den Philippinen im letzten Jahr
lernte ich die Problematik des Lebens der Kinder in Bolong Beach
kennen.
In diesem Jahr beschloss ich, nach meinen Möglichkeiten zu helfen.
Die Kinder auf den Philippinen unterliegen nicht der Schulpflicht, so kommt
es das die Eltern ihre Kinder aus Geldmangel nicht in die Schule schicken
können. Das Schulgeld beträgt 40 Piso monatlich. Weitere Kosten, so z.B. für die
Schuluniform, die für Schulkinder Pflicht ist, kommen dazu.
Selbst wenn die Eltern für ein Kind das Geld aufbringen könnten, so reicht es
nicht das 2. oder das 3. und weitere Kinder in die Schule schicken zu können.
Bei meinem Besuch in der o.g. „Elemantary School“ fiel mir auf das die Kinder im
Unterricht nicht mitschreiben konnten, weil sie weder Schreibpapier noch
Kugelschreiber besaßen.
Ein Großteil der kleinen Schüler, so bestätigt mir Frau Bernadita
Francisco, („Principal“ der Schule, also Direktorin), sind durchaus
intelligent und lernwillig. Noch am gleichen Tag fuhr ich die nächst’ größere
Stadt, Zamboanga City, ca. 32 Kilometer vom Dorf entfernt in ein
Schreibwarengeschäft um für die Schule einzukaufen. Für sage und schreibe nur
50,-Euro (3250,- Piso) konnte ich 150 Schreibhefte, 200 Kugelschreiber, 200
Bleistifte, Anspitzer und Bastelscheren einkaufen und der Schule zur Verfügung
stellen. Es konnten die ersten 3 Schulklassen komplett ausgestattet werden.
Die Direktorin der Schule hat in meinem Beisein die bedürftigsten Kinder ins
Rektorzimmer rufen lassen und die Sachen verteilt. Sie bat mich um weitere und
längerfristige Hilfe. Ich beschloss sofort weitere Hilfe in Aussicht zu stellen
und inspiriert durch einen Spot im Philippinischen TV-Spot fiel mir der Name des
von mir zu gründenden Projektes „Let’s Start with A,B,C“ ein.
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In Manila arbeitet man 50 Tage mehr
22.08.2006
Nach einer Umfrage des Finanzdienstleisters UBS sind Kleidung und
Unterhaltung in Manila am preiswertesten. Die Umfrage wird alle drei Jahre
wiederholt und repräsentiert einen Überblick über die Preise von Gütern,
Dienstleistungen sowie dem verfügbaren Einkommen und der Kaufkraft eines Landes.
In dieser Statistik werden 71 Städte der ganzen Welt miteinander verglichen.
Möchte man ein schönes Wochenende verbringen, mit zwei Personen in einem guten
Hotel, dazu zwei Abendessen mit Rotwein, eine Taxifahrt, 100 Kilometer in einem
Mietwagen, 2 Besuchen in einem Theater, und andere Ausgaben wie zum Beispiel
benutzen des Mobiltelefons, so kostet dies in Manila $ 330,-. Teures ist dies in
London mit $ 1.180,-. Ein Anzug mittlerer Qualität für einen Mann kostet in
Manila im Schnitt $ 170,-, in Tokyo $ 1.320,-.
Allerdings sind auch die Einkommen in Manila ziemlich niedrig. Hier liegt
Manila auf dem vorletzten Platz. Außerdem arbeiten die Einwohner in Manila
länger als zum Beispiel die Einwohner in Paris. Der Unterschied zwischen Manila
und Paris in der Jahresarbeitszeit beträgt 50 Tage.
Schaut man auf die historischen Werte, so zeigt sich, dass speziell in Europa
die Arbeitszeiten in den letzten 30 Jahren kontinuierlich verkürzt wurden. In
Amerika und Asien stiegen die Arbeitszeiten jedoch an. Im Vergleich der
Kaufkraft zeigt sich, dass ein Arbeiter in Manila im Schnitt 81 Minuten arbeiten
muss, um sich einen Big Mac kaufen zu können. Ein Arbeiter in Chicago muss dafür
nur 12 Minuten arbeiten.
In dieser Statistik sind die Städte Oslo, London, Kopenhagen, Zürich und
Tokio am teuersten.
Kein Werbeverbot für Babynahrung
17.08.2006
Die Hersteller von Baby Milchpulver auf den Philippinen haben einen wichtigen
Sieg errungen. Am Mittwoch entschied der oberste Gerichtshof der Philippinen
zunächs darauf, eine einstweilige Verfügung gegen das beabsichtigte Werbeverbot
für Milchersatzprodukte zu erlassen. Diese einstweilige Verfügung ist gültig mit
sofortiger Wirkung.
Allerdings müsen die Kläger eine 10. 000 Dollar Kaution hinterlegen innerhalb
der nächsten 5 Tage. Anderenfalls wird die Verfügung aufgehoben. Am 16. Mai gab
die Regierung ein Gesetz heraus welches ein absolutes Werbeverbot für
Milchersatzprodukte vorsah, da diese das Leben von Babys gefährden könnten.
Unter den Klägern befinden sich Firmen wie Bayer Philippines, Novartis und
Mercury drug.
Sprengzünder geschmuggelt
17.08.2006
Das philippinische Militär gab am Donnerstag bekannt, dass es einen Mann
festgenommen hat, der versucht haben soll 1000 Sprengzünder auf die Insel Jolo
zu Schmuggeln. Nach Angaben eines Militärsprechers sollten diese Zünder sehr
wahrscheinlich für terroristische Attacken verwendet werden.
Der Mann und eine bis jetzt noch nicht identifizierte Frau kamen mit
Rucksäcken auf eine Passagierfähre. In den Rucksäcken befanden sich die
Sprengzünder aus Indien. Die Frau konnte sich der Verhaftung
entziehen.
Fall Nicole: Spuren stimmen überein
17.08.2006
Im Vergewaltigungsfall Nicole hat eine Blutprobe des Angeklagten US-Marine
ergeben, dass die Spuren in der Unterwäsche des Opfers von ihm stammen. Dies
sagte ein von der Anklage benannter Sachverständiger am Donnerstag.
Die Blutprobe wurde während eines Verhörs am 25. Juli vom Angeklagten
entnommen. Die Spuren in der Unterwäsche des Opfers wurden einige Tage nach der
vermuteten Vergewaltigung vom 1. November entnommen. Die Test Resultate liegen
seit dem 15. August vor.
Im Kreuzverhör versuchte die Verteidigung die Ergebnisse der Analyse zu
diskreditieren, da die Spuren aus der Unterwäsche des Opfers bereits einige Tage
alt waren als die Proben entnommen wurden. Der Sachverständige bestand jedoch
darauf, dass dies den Spuren selbst nichts anhabe.
Dieser Sachverständige ist der 23. und letzte Zeuge der Anklage.
Der erste Zeuge der Verteidigung wird am 11. September gehört.
Die beschuldigten Soldaten verweigern bisher die Aussage und die Verteidigung
plädiert auf Freispruch. Der Fall sorgte für anti-amerikanische Proteste und
wird als Belastung für die Militärübungen der USA mit den Philippinen im Kampf
gegen den Terror gewertet. Im Fall einer Verurteilung müssen die Täter mit
bis zu 40 Jahren Gefängnis rechnen.
Drei Babys pro Minute
16.08.2006
Jede Minute werden auf den Philippinen drei Babys geboren. Dennoch gibt es
Anzeichen, dass das Bevölkerungswachstum sich verlangsamt, sagt das Nationale
Amt für Statistik. 1,6 Millionen Lebendgeburten sind 2003 von den lokalen
Standesämtern verzeichnet worden.
Gegenüber 2002 nahm die Anzahl der Lebendgeburten um 0,2 Prozent zu. Dennoch
geht das Amt für Statistik davon aus, dass sich das Bevölkerungswachstum
verlangsamt. Denn jedes vierte geborene Kind war eine Erstgeburt in der Familie.
19 Prozent aller geborenen Babys waren das zweite Kind der Familie, 13 Prozent
das dritte Kind und ungefähr 1,3 Prozent waren das 10. oder höhere Kind der
Familie.
Die Anzahl der Geburten pro 1000 Einwohner nahm um 1,9 Prozent ab. Die Anzahl
Kinder pro Frau bis zum Alter von 50 Jahren liegt nun bei 2,6. Noch vor wenigen
Jahren lag dieser Wert bei über 3. Auf 100 Mädchen kommen 108,5 Jungen. Die
meisten Kinder wurden auf der Hauptinsel Luzon inklusive Manila geboren.
Allerdings zeigen die Werte auch, dass die Mütter jünger werden. Ein Drittel
aller Mütter war in der Altersgruppe 15 bis 24. 756 Mütter waren unter 15. Im
Durchschnitt ist der Vater bei der ersten Geburt 31,4 Jahre alt, die Mutter 27,6
Jahre alt. Zwei Drittel aller Geburten wurde mit Hilfe medizinischer Versorgung
durchgeführt. Ein Drittel aller Geburten wurden im Familienkreis ohne
qualifizierte Ärzte oder Hebammen durchgeführt.
Ölteppich bedroht Fischgründe und Tourismus
15.08.2006
Schwere Regenfälle und Stürme haben die Bemühungen das Öl aus dem
untergegangenen Tanker zu bergen erschwert. Die Regierung plant Japan und
Indonesien um Hilfe zu Fragen, um ein der der größten Ölkatastrophen des Landes
vorzubeugen.
Die ca. 2 Millionen Liter Öl des gesunkenen Frachters haben bereits
Fischgründe verschmutzt und können der Tourismusindustrie der Philippinen
Schaden wenn der Ölteppich sich ausgebreitet. Die Küstenwache bittet die
Behörden vor Ort mit Holz und Reifen Barrieren aufzubauen um den Ölteppich
einzudämmen.
Dem Land fehlt es an Ausrüstung um die Ausbreitung des Ölteppichs
einzudämmen.
Der Tanker war auf dem Weg von einer Ölförderanlage zu einer südlichen Insel
von Mindanao. Als er am Freitag in stürmischer See gesunken ist konnten 18
Besatzungsmitglieder gerettet werden, 2 werden bis heute vermisst. Nach
Schätzungen wird es etwa drei Jahre dauern bis das Öl komplett entfernt wurde.
Öltanker gesunken
12.08.2006
Bei stürmischer See in der Nähe der zentral Philippinen ist ein Frachter mit
2 Millionen l Öl gesunken. Dies gab die Küstenwache am Samstag bekannt.
Zwei Besatzungsmitglieder werden vermisst. Ein vorbeikommendes Boot rettete
18 andere Besatzungsmitglieder.
Das Unglück ereignete sich am Freitagnachmittag südlich der Insel Guimara,
ca. 500 Kilometer südwestlich von Manila. Am Mittwoch legte das Schiff ab in
Limay in der nördlichen Provinz Bataan und war auf dem Weg nach Zamboanga.
Rettungsboote suchten am Unglücksort am Samstag nach den Vermissten. Sie haben
bisher jedoch keine Spuren gefunden.
WHO: Babynahrung nicht steril
11.08.2006
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sterben auf den Philippinen
jedes Jahr 16.000 Kleinkinder. Eine der Haupttodesursachen ist Durchfall,
verursacht durch Babynahrung. Ca. 80 der philippinischen Mütter füttern ihre
Babys mit Babynahrung. Oft handelt es sich bei dieser Babynahrung jedoch nicht
um sterile Produkte. Die Weltgesundheitsorganisation wird in Ländern mit hoher
Kindersterblichkeit die durch nicht sterile Babynahrung verursacht wurde, eine
Kampagne zur Förderung des Stillens ins Leben gerufen.
Polizei stürmt Sektenhaus, 15 gerettet
4.08.2006
In Marikina City wurde am Freitag ein Gebäude von der Polizei gestürmt, in
dem eine Sekte vermutet wurde, die Minderjährige sexuell missbraucht.
15 Minderjährige wurden nach Angaben der Polizei befreit. Der Sektenführer,
ein 56-jähriger wurde festgenommen. Er bestreitet die Vorwürfe.
Aufmerksam wurden die Behörden, nachdem sich ein Mitglied der Sekte vom Haus
entfernen konnte und bei der Polizei anzeigte, sexuell missbraucht worden zu
sein.
Der Sektenführer bestreitet die Vorwürfe. Nach seinen Worten habe er
lediglich denjenigen einen Platz zum Schlafen angeboten, die in Manila nichts
gefunden hätten. Er bestätigte auch, dass seien Gruppe an Wochenenden rituelle
Feuer entzünde. Ihm droht nun ein Verfahren wegen Missbrauchs Minderjähriger
sowie wegen Bildung verbotener Vereinigungen.
Schatzsucher wird ausgewiesen
4.08.2006
Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde haben einen 64-jährigen Japaner wegen
Überschreitung der Visadauer festgenommen.
Der Mann befindet sich zur Zeit im Field-Office der Einwanderungsbehörde in
Davao City. Sein Visum war gültig bis zum 31. März 2005. Hinzu kommt eine
Anzeige wegen sexueller Belästigung von Minderjährigen. Ein Sozialarbeiter,
der den Fall aufnahm, gab zu Protokoll, das der Goldsucher von Geschäftspartnern
betrogen wurde. Als er mittellos auf den Philippinen war habe man ihm angeboten,
in einem Boarding-Haus zu übernachten. Dort habe er dann Jungen durch
Handzeichen mehrfach aufgefordert, sexuelle Handlungen an ihm
vorzunehmen.
Jackie Chan kommt nach Manila
03.08.2006
Am Freitag wird der Kinostar Jackie Chan in Manila erwartet um Investoren für
sein „Coffee-Shop-Projekt“ anzuwerben.
Nach Angaben seiner Marketingagentur ist eine eintägige Roadshow um das
Interesse von Investoren für „Jacki Chan’s Java Coffee“ zu wecken. Nach wie
vor betrachte Chan das Filmgeschäft als seine Priorität und größte
Einnahmequelle, neben wachsenden Einnahmen aus Fitness-Clubs, Modegeschäften und
Restaurants.
Rekord im Stillen
03.08.2006
In Manila kamen 3738 Mütter mit ihren Babys an einem Ort zu einem gemeinsamen
Stillen zusammen. Damit sind die Philippinen Rekordhalter im „Guiness Book of
World Records“. Bisheriger Rekordhalter waren die USA mit Berkeley,
California, wo 2002 1130 Mütter und Babys zum Massenstillen
zusammentrafen.
„Nicole“: zu betrunken um eingewilligt zu haben
26.07.2006
Ein von der Staatsanwaltschaft als Sachverständiger benannter Toxikologe hat
gestern erklärt, dass die Menge an Alkohol, die von Nicole laut ihrer Aussage
vor der mutmaßlichen Vergewaltigung von ihr getrunken wurde ausgereichen würde
um sie unfähig zu machen sich zu wehren oder eine drohende Gefahr zu
erkennen.
„Nach meiner Meinung wäre eine Person in diesem Stadium nicht mehr in der
Lage, ihre Einwilligung (zum Sex) zu geben“ antwortete Dr. Kenneth Go vom
Philippine General Hospital auf die Frage, inwiefern der Alkoholkonsum Einfluss
auf Nicoles Fähigkeiten gehabt hätte, einem sexuellen Übergriff zu
widerstehen.
Auch wären die teilweisen Gedächtnislücken in Nicoles Aussage durch einen
solchen Alkoholpegel erklärbar.
Auf Nachfrage durch die Verteidigung musste Go jedoch einräumen, dass er
nicht berücksichtigt hatte, dass eine Cocktails mit Eis serviert wurden, welches
einen Effekt auf die tatsächliche spätere Blutalkoholmenge haben kann.
Go erklärte weiter, er und sechs weitere Toxikologen hätten sich auf einen
medizinischen Wert verständigt, der für Nicole am Tatabend anzunehmen sei.
Demnach müsse man von 445.2 mg/dL (milligramm pro deziliter) ausgehen. Bereits
ab 100 mg/dL könne man von einer schweren Belastung ausgehen.
Die Annahme über die tatsächlich konsumierten Getränke beruhten laut Go
sowohl auf Nicoles Aussage als auch auf Zeugenaussagen zu Nicoles Konsum und
Verhalten am fraglichen Abend.
Die Berechnung des Blutalkoholpegels wurde unter Berücksichtigung der
angenommenen Getränke und Nicoles körperlicher Verfassung (Gesundheit, Gewicht)
vorgenommen.
Bevor die Befragung des Sachverständigen begann wurde dem Hauptangeklagten
eine Blutprobe entnommen. Dies geschah auf Antrag der Staatsanwaltschaft. Die
Probe soll einer DNA-Analyse unterzogen werden und mit Spuren, die sich an der
Kleidung von Nicole befanden, verglichen werden.
Bereits vor Monaten hatte der Soldat den Geschlechtsverkehr eingeräumt,
allerdings mit dem Hinweis, dass dieser im Einvernehmen passiert
sei.
Nicole: Fahrer des Vans verweigert die Aussage
18.07.2006
Der Fahrer des Vans, Timoteo Soriano, war für Montag als Zeuge geladen.
Anstatt vor Gericht zu erscheinen schickte er seinen Anwalt. Dieser beantragte,
die Vorladung aufzuheben.
Bei einer Aussage unter Eid einen Tag nach der mutmaßlichen Vergewaltigung
gab der Fahrer an, dass er gesehen habe wie alle vier US-Marines „Nicole“
vergewaltigt hätten.
Später jedoch gab er an, er wäre vom Ermittler in dem Fall, Paquito Torres,
zu der Aussage gedrängt worden mit der Drohung, falls er die Aussage nicht
unterchreibe würde er wegen Beihilfe mitangeklagt.
Tatsächlich hätte er jedoch zu keiner Zeit gesehen oder gewusst, was in dem
Van passiert sei.
Nach dem Widerruf der Aussage nahm die Staatsanwaltschaft Ermittlungen auf um
festzustellen, ob der Fahrer wegen Beihilfe oder gar Mittäterschaft belangt
werden könne.
Daher sei der Fahrer auch kein gewöhnlicher Zeuge und beruft sich nun auf das
Recht zur Aussageverweigerung mit der Angabe, eine Selbstbelastung durch die
Aussage zu vermeiden.
Der Richter gab nun der Staatsanwaltschaft auf zu klären, ob der Fahrer
angeklagt werden soll oder nicht. Anschließend soll die Verteidigung des Fahrers
Stellung nehmen. Der Fahrer selbst wird erneut am 24. Juli vorgeladen. An diesem
Tag werde der Richter eine Entscheidung fällen, wie weiter verfahren
werde. Zur Zeit läuft die Verhandlung vier Stunden pro Tag an vier Tagen in
der Woche, um den Fall vor Ablauf eines Jahres zum Abschluss zu bringen. Eine
Vereinbarung zwischen den Philippinen und den USA besagt, dass
Gerichtsverhandlungen mit US-Angestellten innerhalb dieser Zeit abgeschlossen
sein müssen.
Feuer in Quezon City – fünf Kinder tot
17.7.2006
Fünf Kinder sind bei einem Feuer am Sonntag in einem Wohnhaus verbrannt. Nach
Angaben der Polizei wurden die Kinder in ihren Schlafräumen vom Feuer überrascht
und verbrannten bis zur Unkenntlichkeit.
Das Alter der Kinder wurde mit 5, 9, 10, 14 und 15 Jahren angegeben.
Als Brandursache werden Fehler in der Hauselektrik
angegeben.
Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen Manila geändert
17.7.2006
Die Manila International Airport Authority (MIAA) hat nun mit Stufe 2 ihrer
erweiterten Sicherheitsmaßnahmen begonnen. Betroffen ist Terminal 1 des Ninoy
Aquino International Airport (Naia). Laut MIAA können abfliegende Passagiere
nun schneller abgefertigt werden. Die Röntgengeräte wurden von ihrem
ursprünglichen Bereich (Satellite Area) direkt in dem „Vor Abflug“-Bereich an
den Schaltern aufgestellt. Dadurch entfällt die zweite Warteschlange in der
Satellite-Area. Der finale Sicherheitscheck wird nun direkt nach der Kontrolle
der Ausreisepapiere durchgeführt.
Nicole: Forensikerin macht Aussage
13.07.2006
Die von der Anklage benannte Forensikerin Racquel Fortun erklärte gestern vor
Gericht, dass die bei dem 22-jährigen Opfer „Nicole“ festgestellten Verletzungen
typisch für Vergewaltigungsfälle seien.
Die Blutergüsse und Verletzungen im Vaginalbereich des Opfers weisen darauf
hin, dass ein Objekt in der Größe eines männlichen Penis mit Gewalt eingeführt
wurde.
Auf die Behauptung der Verteidigung, dass Beischlaf im Einvernehmen
stattgefunden habe führte die Forensikerin aus, dass diese Verletzungen
dann festzustellen seien, wenn die Frau nicht bereit für sexuelle Handlungen
sei. In diesem Fall sei der Vaginalbereich nicht entspannt und trocken. Anders
bei Geschlechtsverkehr, bei dem die Partnerin dafür bereit sei: in diesem Fall
würde der Körper der Frau genügend Feuchtigkeit im Vaginalbereich erzeugen und
gleichzeitig entspannen, so dass es nicht zu Verletzungen kommen könne.
Die Verteidigung unterbrach die Ausführungen mehrfach, sobald die
Forensikerin direkten Bezug auf den Fall nahm und von der objektiven Rolle einer
Sachverständigen in ihren Formulierungen abzugleiten drohte.
Ferner kritisierte die Forensikerin den vom Philippine National Police Crime
Laboratory durchgeführten Florence Test. Bei diesem Test sollte geklärt werden,
ob sich auf der Unterwäsche und in einem benutzten Kondom identische Samenspuren
befinden.
Nach den Ausführungen der Forensikerin sei dieser Test absolut veraltet und
wurde 1896, zwei Jahre vor der Unabhängigkeit der Philippinen, eingeführt.
Selbst in einem medizinischen Fachbuch von 1935 würde der Test als ungeeignet
eingestuft.
Im Anschluss an die Sitzung brach ein Streit unter den Sachverständigen aus.
Die Forensikerin wurde von einigen Kollegen scharf kritisiert, da sie den
Florence-Test so negativ darstellte.
Philippinen auf Platz 17
13.07.2006
Bei einer Umfrage der New Economics Foundation wurde nach dem glücklichsten
Land der Erde gesucht. Der sogenannte Happy Planet Index (HPI) berechnet sich
nach folgender Formel:
HPI=(Lebenserwartung*Lebenszufriedenheit)/Ökologischer Abdruck.
Die Liste wird angeführt von Vanatu, die Philippinen liegen auf Platz 17.
Deutschland auf Platz 81. Schlusslicht der Liste ist Zimbabwe.
Die komplette Liste mit Erläuterung der Statistik ist auf www.happyplanetindex.org
abrufbar
Abstinenz statt Geburtenkontrolle
12.07.2006
Dean Antonio Jose Torralba von der University of Asia, weist auf immer
mehr Fälle von Abtreibung und vorehelichem Sex hin. Seiner Meinung nach würden
die aktuellen Bemühungen des Erziehungsministeriums, Sexualkunde im
Schulunterricht einzubringen, dieses Verhalten nicht korrigieren.
Die richtige Antwort wäre nach seiner Meinung Abstinenz statt „Safer Sex“.
Die Verwendung von Kondomen würde nur zu häufiger wechselnden Sexualpartnern
führen.
Die Universität folgt damit dem Verhalten der katholischen Kirche, welche vor
kurzem die Pläne zur Einführung von Sexualkunde als schlecht kritisiert
hatte.
Torralba führt weiter aus, dass durch diese Maßnahmen
„verantwortungsbewusster Umgang mit der Sexualität“ zu „Verwendung von
Verhütungsmitteln“ umgedeutet wird.
Jugendliche sollten vielmehr mit ihren sexuellen Erfahrungen bis zur Heirat
warten.
Die katholische Bischofskonferenz der Philippinen sagt, dass Sex heilig ist
und das dazu notwendige Wissen im Elternhaus und nicht in der Schule vermittelt
werden solle.
Das Nationale Amt für Statistik vermeldet eine zu erwartende Reduzierung des
Bevölkerungswachstums auf 1,95% für die Jahre 2005 bis 2010. Damit würden in
2010 94 Millionen Menschen in den Philippinen leben. Zur Zeit liegt der Wert bei
85 Millionen.
Für 2020 werden 111 Millionen Einwohner erwartet, 128 Millionen in 2030 ind
141 Millionen in 2040, dabei wird jedoch sehr vorsichtig mit nur 1% Wachstum
kalkuliert.
Die schnell anwachsende Bevölkerung ist nach Expertenmeinung eine der
Hauptursachen für die sich ausbreitende Armut. 42,5% der 33 Millionen Kinder auf
den Philippinen leben in Armut.
Eine weitere Studie gibt an, das 27,1% der Jugendlichen zwischen 15 und 24
bereits Sex hatten. Dabei benutzten 40% keinerlei Verhütungsmittel und 94% wären
nach eigenen Angaben nicht auf eine Rolle als Vater oder Mutter vorbereitet.
Ca. 4,9 Millionen dieser Altersgruppe hatten Sex vor der Ehe und 1,6
Millionen hatten mehrere Sexualpartner.
3,5% aller „Elementary-School“-Schüler hatten bereits
Geschlechtsverkehr.
Nicole greift Angeklagten tätlich an
11.07.2006
Das 22-jährige mutmaßliche Vergewaltigungsopfer „Nicole“ hat am Montag ihre
Aussage von letzter Woche fortgeführt. Vor Beginn der Verhandlung kam es zu
einem Zwischenfall. Nach Aussage ihrer Mutter wurde Nicole von Smith, einem der
vier Angeklagten, ein Bein gestellt als sie den Gerichtssaal betrat. Daraufhin
stolperte sie und fiel zu Boden. Als sie wieder aufstand boxte sie Smith in den
Bauch und schlug ihn wiederholte Male mit ihrer Handtasche ins Gesicht.
Nicoles Anwälte bestätigten das Stolpern und die Attacke, haben das
Beinstellen jedoch nicht gesehen.
Smith leugnete, ihr ein Bein gestellt zu haben. Nach dem Vorfall wurde Nicole
kurz nach draußen gebracht während Smith auf eine Bank gesetzt wurde.
Der Vorsitzende Richter war zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht anwesend. Er
ermahnte Nicole und die Anwälte, sich vor Gericht angemessen zu benehmen.
Während der Fortsetzung ihrer Aussage wiederholte Nicole im wesentlichen die
Angaben von letzter Woche. Sie war nach eigenen Angaben betrunken. Smith hätte
sie geküsst und grob an den Brüsten angefasst. Sie wollte sich wehren, war aber
körperlich unterlegen.
Dann könne sie sich nur daran erinnern wie sie im Van lag und Smith auf ihr
war. Sie kämpfte gegen eine Ohnmacht an und wollte sich verteidigen.
Nach diesem Teil der Aussage stand sie auf und beschimpfte Smith auf
Filipino. Der Richter unterbrach daraufhin kurz die Verhandlung.
Das nächste, woran sie sich wieder erinnere sei, dass sie auf dem Bürgersteig
lag und ihren Slip verkehrt herum trug. Auf die Frage ihres Anwaltes, ob sie
plane wieder in ihren Heimatort zurückzukehren meinte sie, dass sie das vorerst
nicht machen könne, da sie durch die Medien bereits vorverurteilt sei. Dabei
habe sie nur einen schönen Abend verbringen wollen. Es sei nicht schlimm,
Alkohol zu trinken. Alles was danach passiert sei habe sie jedoch nicht
gewollt.
Großbrand: 1 Toter, 6 Verletzte, 5000 Obdachlose
10.07.2006
Um 4:30 Ortszeit brach in einem der größten Slums in Manila ein Feuer aus.
Der Brand wurde nach drei Stunden gelöscht. Die Brandursache ist bisher
unklar.
Das Feuer konnte sich schnell ausbreiten, da die meisten Unterkünfte aus
leicht brennbarem Material aufgebaut wurden und die Feuerwehrleute in den engen
Gassen nicht schnell zum Brandherd vordringen konnten.
Eine Person kam in den Flammen um, sechs weitere Personen erlitten
Brandwunden, Rauchvergiftungen und Schnittwunden.
Indische Entführungsopfer befreit
09.07.2006
In Angeles City wurden nach Angaben der Polizei, am Freitag zwei Inder
befreit. Diese waren zuvor entführt worden. Die Entführer stellten eine
Forderung von 300.000 Pesos (ca. 5600 USD) auf.
Die fünf mutmaßlichen Entführer sind festgenommen worden, sie ergaben sich
ohne Widerstand.
Den Polizisten fiel ein Lieferwagen auf, der langsam am Haus der Opfer
vorbeifuhr, mit abgedecktem Kennzeichen. Bei der Überprüfung des Fahrzeugs
wurden die Entführten im Laderaum gefunden.
Nicole hat heute ausgesagt
6.7.2006
Das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer, vom Gericht „Nicole“ genannt, hat heute
mit ihrer Aussage vor Gericht begonnen.
Sie identifizierte einen der vier Angeklagten US-Marines.
Die 22-jährige sagte aus, dass Daniel Smith sie bei einem Besuch in einer Bar
gefragt habe, ob sie mit ihm tanzen wolle. Sie hatte die Bar zusammen mit ihrer
Stiefschwester und einem Amerikaner besucht.
Nicole willigte ein und tanzte zweimal mit Smith zu verschiedenen Liedern.
Dann fühlte sie, wie jemand ihre Hand festhielt. Sie versuchte, die Hand
wegzuziehen, könne sich aber nicht erinnern, was dann passiert sei. Das nächste,
was sie wieder wüsste, wäre, wie sie im Laderaum eines Vans lag und Smith auf
ihr saß und sie küsste.
Während der Befragung brach sie dreimal in Tränen aus. Der Vorsitzende
vertagte nach der groben Schilderung des Vorfalls die Verhandlung auf den
morgigen Tag.
In vorherigen Sitzungen haben Zeugen ausgesagt, wie sie die vier Männer mit
Nicole in der Bar sahen, dass diese aus der Bar in den Van getragen wurde und
sie später auf dem Bürgersteig lag mit ihrer Unterwäsche auf Kniehöhe.
Ein Arzt berichtete dem Gericht von Blutergüssen an Nicoles Körper, sowohl an
den Armen als auch im Intimbereich, die typisch für gewaltsames Vorgehen
seien. Die Verteidigung plädiert auf Freispruch, da es wohl zum Sex, aber im
Einvernehmen gekommen sein.
US-Marinesoldat: Filipina ist ein Opfer der Menschen um sie herum
06.07.2006
Einer der vier US-Marines, die beschuldigt werden, eine 22jährige Filipina
vergewaltigt zu haben (GoPinoy berichtete) äußerte sich am Mittwoch in einem
Fernsehinterview in Manilas GMA-Televison. "Sie ist ein Opfer. Aber eines der
Menschen um sie herum." sagte Chad Carpentier während der Sendung, ohne näher
darauf einzugehen.
Er fuhr fort: "ausser uns war da noch jemand anders im Auto. Und das war Er,
der Herr, und Er weiss genau, was passiert ist und was nicht." Ansonsten machte
er keine weiteren Angaben zum Hergang sondern verwies auf seine Aussage vor
Gericht, die er bald machen werde. Carpentier empfindet nach eigenen Worten
keinen Groll gegen die junge Frau "da sie lediglich versuche, alles richtig zu
machen."
Die Aussage des mutmaßlichen Opfers, vom Gericht "Nicole" genannt, wird für
Donnerstag erwartet. Den vier Soldaten drohen im Falle einer Verurteilung bis zu
40 Jahre Haft. Sie gehören einer in Okinawa stationierten Einheit an und waren
auf den Philippinen im Rahmen von Antiterror-Manövern.
Ausländische Flüchtige sollen schneller zurück
05.07.2006
Die Einwanderungsbehörde der Philippinen richtet ein neues Büro ein um
ausländische Flüchtige schneller festsetzen und deportieren zu können.
Diese Abteilung wird die Arbeit lokaler Stellen koordinieren und mit dem
„Philippine Center on Transnational Crime“ sowie dem „National Bureau of
Investigation“ zusammenarbeiten. Das NBI arbeitet schon jetzt mit Interpol
Europa und Botschaften im Land zusammen.
Nach Behördenangaben wird die Liste gesuchter Personen von Amerikanern,
Japanern und Koreanern angeführt. Die gesuchten Personen werden mit einem
lebenslangen Einreiseverbot belegt und nach der Ergreifung schnellstmöglich an
die suchenden Länder ausgeliefert.
Philippinen – das Traumziel für die Rente?
04.07.2006
Welches Land ist das attraktivste in Südostasien für den Ruhestand?
Zahlreiche Länder aus der Region würden gerne wohlhabende Übersiedler und
Ruheständler aus entwickelten Ländern bei sich als Dauergast sehen.
Die Philippinen haben jetzt ein neues Programm gestartet. Geplant sind
attraktive Steuervorteile sowie die Errichtung von sogenannten „Retirement
Villages“ an ausgewählten Plätzen.
Hierfür sind 6 Mrd. PHP im Budget eingeplant worden. Städte wie Fort
Bonifacio, Makati City, Clark und weitere sollen in Zukunft weiter ausgebaut
werden. Als Zielgruppe gelten neben den OFW (Oversea Filipino Workers) auch die
ca. 900 Millionen Ruheständler aus entwickelten Ländern im Jahr
2015.
Manila soll drahtlos werden
03.07.2006
Der Voritzende der MMDA, Bayani Fernando, berichtete gestern in einer
Radiosendung auf dzBB von seinen Plänen für die Verbesserung der
Dienstleistungen in Manila durch die Stadtverwaltung.
Auf einer Konferenz in Taipeh, Taiwan, welche als „die WiFi-Stadt“ in
Fachkreisen gilt, informierte er sich über die Möglichkeiten. So sei es möglich,
in Echtzeit Wasserstände, Staumeldungen, Angaben über öffentliche Verkehrsmittel
und vieles mehr zu erhalten – und dank der Funktechnologie zu vertretbaren
Kosten.
Fernando würde gerne in drei bis vier Monaten mit dem Projekt starten und
wird in den nächsten Wochen Gespräche mit Firmen führen, die entsprechende
Ausrüstungen anbieten.
Er fügte auch hinzu, dass sich für die Telekommunikation preiswertere und
bessere Versorgungsmöglichkeiten ergeben würden.
Manila preiswerteste Stadt in Asien für Expats
03.07.2006
Nach einer Umfrage der Firma Mercer Human Ressource Consulting ist Manila in
Asien die preiswerteste Stadt für Expats. In der Weltrangliste auf Platz vier
liegen nur noch Asuncion (Paraguay), Harare (Zimbabwe) und Buenos Aires
(Argentinien) vor Manila.
In Asian am teuersten ist es in Seoul, Tokyo, HongKong und Osaka. Auch
Peking, Singapur und Shanghai liegen auf den teuren Plätzen.
Weltweit am teuersten ist es in Moskau.
Gerechnet wurde mit Hilfe eines Index, in dessen Mittelpunkt New York mit 100
Punkten liegt. Manila erreichte auf dieser Skala 56 Punkte, Asuncion 43,5
Punkte, Moskau 123,9 Punkte.
In punkto Lebensqualität liegt Manila auf Platz 119 von 215 Städten, noch vor
Peking, Mexico City und Moskau. Auf dem ersten Platz dieser Liste liegt
Zürich, auf dem letzten Baghdad
Mülltrennung wie in der Schweiz
30.06.2006
Die Alumni der Universität
der Philippinen (UP) starten ein Umweltprojekt mit dem Namen „Zero Waste“ (Null
Müll). Nach den Worten von Dr. Metodio Palaypay sei es das Ziel „die Philippinen
so wie die Schweiz zu reinigen. Das ist hier möglich. Wir haben so viele
Absolventen, auch in Übersee, die uns hier unterstützen können.“
Zunächst sollen auf jedem Campus der UP Recyclingmöglichkeiten installiert
werden. UP verfügt über 48 Einrichtungen, die über das ganze Land verteilt
sind.
Alleine der Campus Diliman mit ca. 200.000 Personen (Angestellte,
Professoren, Studenten etc.) erzeugt 100 Tonnen Müll pro Tag.
Müllvermeidungsstrategien sind in den letzten Jahren immer wieder von UP
geplant worden. Allerdings fehlte es immer an den Mitteln zur Umsetzung. Nun
soll die Alumni-Organisation helfen, mit Geld aber auch mit Wissen und
Tatkraft.
Von den Erfahrungen, die mit dieser Initiative gesammelt werden, soll in
einem weiteren Schritt das ganze Land profitieren.
Polizisten bringen Waffen zur Pfandleihe
29.06.2006
In Mindanao werden sechs Polizisten beschuldigt, ihre Gewehre bei örtlichen
Pfandleihern zu Geld gemacht zu haben. Ihnen droht nun die Entfernung aus dem
Dienst.
Nach bekannt werden des Vorfalls wurde sofort eine umfassende Waffeninventur
in der Provinz Cotabato angeordnet. Der Vorfall kam ans Licht, als das
national Bureau of Investigation Kontrollen bei Pfandleihern durchgeführt hatte,
um festzustellen, ob diese gestohlene Waffen verkaufen würden.
Zwei Attentate, zwei Tote
29.06.2006
Der Bürgermeister der Stadt Ilagan wurde gestern aus einem fahrenden Van
erschossen. Nach Polizeiangaben starb das Opfer durch mehrere Kugeln auf der
Stelle, während die Leibwächter unverletzt blieben.
Bei einem anderen Hinterhalt in Sagay City, Negros, wurde der Vizepräsident
einer Farmervereinigung auf einer Farm erschossen. Diese Vereinigung, genannt
„Task Force“ (www.tfmnational.org)
tritt für eine extreme Landreform ein und gilt als extrem links
ausgerichtet.
Die Hintergründe beider Taten sind bisher unklar.
Clanfehde fordert 25 Tote
28.06.2006
Nach Angaben eines Armeesprechers wurden im Süden der Philippinen mindestens
25 Menschen bei einer Clanfehde getötet.
Eine Moslemgruppe und eine Gruppe Einwohner aus den Bergen streiten sich um
Land. Hunderte von Dorfbewohnern haben demnach ihre Häuser verlassen, als die
Fehde letzte Woche begann.
Soldaten und Polizisten wurden in die Region geschickt, um den Konflikt zu
lösen. Ungelöste Konflikte können über Jahre zu Auseinandersetzungen führen, mit
immer weiteren Todesopfern. Diese Clanfehden treten häufiger im Süden der
Philippinen auf und können den Waffenstillstand zwischen der Regierung und
moslemischen Separatisten gefährden. Seit 1930 gab es mehr als 1200 Fehden mit
mehr als 5000 Toten.
Britischer Diplomat beschleunigt Visa für Geliebte
27.06.2006
Einem verheirateten britischen Diplomaten wird vorgeworfen, seine Geliebte
aus den Philippinen als VIP mit einem beschleunigten VISA-Verfahren nach
Großbritannien geholt zu haben. Dort sei er mit seiner Geliebten an einem
versteckten Ort untergetaucht. Das Wochenende hätte er dann planmäßig bei seiner
Familie verbracht.
Der Diplomat soll insgesamt in zwölf Fällen Gefälligkeitsvisa ausgestellt
haben. Seine Mitarbeiter in der Botschaft in Manila hätten ihn wiederholt auf
Unregelmäßigkeiten bei der Visa-Vergabe angesprochen, es gelang dem
Beschuldigten aber zunächst, Bedenken zu zerstreuen. Erst als er nach
Großbritannien zurückkehrte haben die beiden Mitarbeiter den Fall
weitergeleitet.
Philippinen von Beobachtungsliste für Menschenhandel entfernt
27.06.2006
Im Mai 2006 sind die Philippinen von einer „Watchlist“ für Menschenhandel der
US-Regierung entfernt worden. Damit wurde anerkannt, dass das Land spürbare
Fortschritte im Kampf gegen den Menschenhandel verzeichnet.
Die aktuelle Einstufung ist „Level 2“. Dies bedeutet, das Land erfüllt noch
nicht vollständig die internationalen Standards, ist jedoch erfolgreich darin,
diese Situation zu verbessern.
Gleichzeitig erhält die Visayan Forum Foundation (VFF) knapp 180.000 USD von
den USA. Die VFF ist eine philippinische Nichtregierungsorganisation, die Schutz
für die Opfer des Menschenhandels bietet.
Bestechungsversuch im Vergewaltigungsfall?
27.06.2006
In der Verhandlung gegen einen US-Marine, der beschuldigt wird, eine
22jährige Filipina vergewaltigt zu haben, sagte gestern die Stiefschwester der
Filipina aus.
Demnach wäre am Tag nach der Tat ein Mann namens Ben Natividad auf sie
zugekommen und hätte eine unbestimmte Summe Geld dafür geboten, dass keine
Anzeige erfolgt. Dieses Angebot wäre in Subic Bay erfolgt, auf dem Gelände,
welches früher der US-Nave gehört hatte.
Zunächst weigerte sich die Stiefschwester, den Namen des Mannes zu nennen, da
sie nach eigenen Angaben um ihr Leben fürchte. Erst nach Rücksprache mit dem
Richter und der Verteidigung gelang es der Vertreterin der Nebenanklage den
Namen von der Zeugin zu erfahren.
Universidad de Manila eröffnet
23.06.2006
Das neue Gebäude der Universidad de Manila (UdM) wurde kürzlich am Mehan
Garden/Arroceros Street eröffnet. Es ist Teil eines Programms um die
Bildungschancen in den ärmeren Vierteln Manilas zu erhöhen.
Früher als „City College of Manila“ bekannt, sei das UdM nun unter den 32
besten Einrichtungen Manilas angesiedelt, gab Bürgermeister Lito Atienza
bekannt.
Die Absolventen im Bereich Physiotherapie sind bekannt für die gute Qualität
ihrer Ausbildung. Geplant sei außerdem ein Studiengang zu
Umweltwissenschaften.
Mehr als 8000 Studenten können nun unter optimalen Bedingungen lernen,
während sie vorher im alten und verfallenen Gebäude der PNB in Escolta
residierten.
Microsoft unterstützt 6 asiatische Länder mit 1 Mio USD gegen Menschenhandel
15.06.2006
Microsoft stellt 1 Mio USD in sechs asiatischen Ländern an Organisationen
bereit um Computerschulungen durchzuführen. Dies ist als eine Maßnahme gedacht
um diejenigen zu schützen, die am ehesten von Menschenhandel betroffen sind.
Die Initiative "grenzenloses Potential" wird in Kambodscha, Indien, den
Philippinen, Singapur und Thailand durchgeführt, sagte Lori Forman, bei
Microsoft verantwortlich für Beziehungen im Raum Asien, in einem
Telefoninterview. "Wir glauben, das Technologie helfen kann, die Tragödie
Menschenhandel in Asien teilweise zu reduzieren" sagte sie weiter.
Das Programm zielt darauf ab, Opfern von Menschenhandel und denen, die in die
Lage kommen könnten, Geld von Menschenhändlern anzunehmen um dann in
Zwangsarbeit oder Prostituion gezwungen zu werden, Computerkenntnisse zu
verschaffen, die für einen richtigen Job notwendig wären. Microsoft möchte
"beide erreichen, vorbeugend diejenigen, die für Menschenhändler anfällig sind
als auch die, die bereits Opfer geworden sind wieder zu integrieren" sagte
Forman.
Forman sagte, die NGO (Nicht Regierungs Organisationen) von sechs
ausgewählten Ländern werden ein Programm entwickeln mit 130 kommunalen
Technologie-Lernzentren, die ca. 100.000 Menschen in der Region in den nächsten
drei Jahren ausbilden könnten, unter Einschluss der Länder Sri Lanka,
Bangladesch, Nepal und Vietnam. Kambodscha, Indonesien und Indien sind auf einer
Beobachtungsliste des US State Department mit hohem oder signifikantem Wachstum
im Menschenhandel, denen es nicht gelungen ist, das Problem zu bekämpfen.
Die Philippinen und Thailand sind etwas besser, wobei die Regierungen zwar
noch nicht die internationalen Standards erfüllen aber sichtbare Anstrengungen
unternehmen, dies zu tun. Singapur ist nicht auf dieser Liste aber ist
Anlaufziel für viele Migranten. Microsoft trägt diese Jahr mit 9.2 Mio USD dazu
bei, den Menschenhandel, Cyberkriminalität und Kinderausbeutung in Asien zu
bekämpfen und verbessert die Computerkenntnisse, da so die Chancen auf einen
Arbeitsplatz steigen würden, sagte Forman.
US-Ermittler: Marine gibt Sex im Einvernehmen zu
15.06.2006
Ein Ermittler der US-Navy bestätigte am Mittwoch, daß ein US-Marine, welcher
der Vergewaltigung angeklagt wird, "einvernehmlichen Sex" mit einer Filipina
zugegeben hat, zu dem er von seinen drei Mitangeklagten Mitarbeitern ermutigt
worden wäre. Der Ermittler Guy Papageorge zitiert aus seinem Bericht, daß der
Obergefreite Daniel Smith zugibt, Geschlechtsverkehr mit einer Filipina in einem
Van gehabt zu haben und das ihn andere Marines angefeuert haben.
"Er gab auch zu, ein Kondom benutzt zu haben" sagte er bei der
Gerichtsverhandlung in Makati. Papageorge sagte, daß Smith auf die Frage, ob der
Geschlechtsverkehr in gegenseitigem Einvernehmen erfolgte, Smith antwortete:
"Ja, es war im gegenseitigem Einvernehmen."
Papageorge und Donald Veltz, ein weitere Navy-Ermittler, erschienen vor
Gericht, nachdem die US-Botschaft ihr Einverständnis gegeben hatte, daß sie
aussagen in der Verhandlung. Damit haben die Botschaft eine frühere Entscheidung
revidiert, die drohte, die Angelegenheit entgleisen zu lassen. Noch in der
letzten Woche hatte die Botschaft einige Aufregung verursacht, als sie sagte,
auf Grund der diplomatischen Immunität hätten die Ermittler keine Verpflichtung,
vor Gericht auszusagen. Philippinische Staatsanwälte bezeichneten dies als
Behinderung und der Richter Benjamin Pozon gab der US-Behörde bis Mittwoch Zeit
um den Zeugen das Erscheinen vor Gericht zu erlauben.
Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Smith, eine Frau in einem Van vergewaltigt
zu haben, während die Obergefreiten Keith Silkwood, Dominic Duplantis und
Unteroffizier Chad Carpentier ihn anfeuerten. Die Marines hatten gerade ein
Manöver im Rahmen der Terror-Bekämpfung zusammen mit philippinischen Einheiten
abgeschlossen. Die Strafen für Vergewaltigung können bis zu 40 Jahre betragen.
Die Marines verweigern die Aussage und plädieren auf Freispruch.
Papageorge sagte, das Smith ihm gegenüber ausgesagt habe, er hätte die
22-jährige Frau, "Nicole" in der Neptune Bar auf dem früheren Gelände der
US-Marine Basis Subic Bay, nahe Olongapo City, im Westen Manilas in der Nacht
zum 1. November getroffen, als die vermutete Vergewaltigung stattfand.
Carpentier erzählte den Ermittlern, er sah Smith und Nicole tanzen, später
küßten sie sich und die Frau saß auf Smiths Schoß, erklärte Papageorge.
Die Vertretung der Nebenanklage, Evalyn Ursua, sagte, die Erklärung Smiths
auf Sex im Einvernehmen mit der Frau wäre ein wichtiger Schub in dem Fall gegen
die Marines und Smith müsste nun Beweise für seine Behauptung erbringen.
Ankläger und diverse Zeugen haben vorher bestätigt, daß die Frau betrunken war,
als sie von Smith auf seinem Rücken in den Van getragen wurde.
Zwei Wachen getötet bei Ausbruch von 11 Gefangenen
14.06.2006
Zwei Gefängniswärter wurden getötet und zwei weitere verletzt, als 11
Gefangene aus ihrem Gefängnis in Bobon Town ausbrachen, ungefähr 460 km
südöstlich von Manila, berichtete das Militär am Mittwoch.
Nach Berichten aus dem Gefängnis hat der Sprecher der Streitkräfte, Tristan
Kison, Reportern die Nachricht gegeben, dass die Ausbrecher angeführt werden von
Jessie Galecio und Gilbert jackson. Beide werden verdächtigt, Mitglieder der New
Peoples Army zu sein.
Der Ausbruch erfolgte gegen 3 Uhr nachmittags am Montag. Kison machte keine
näheren Angaben zum Ausbruch bis auf die Tatsache, daß zwei Wachmänner getötet
und zwei verletzt wurden. Die Verletzten würden im örtlichen Krankenhaus
behandelt. Kison machte keine Angaben, ob die beiden Wachmänner erschossen
wurden.
Kison sagte, die 11 Flüchtigen stahlen bei ihrer Flucht eine 9mm-Pistole,
eine 45er und zwei Gewehre. Die 803te Brigade der Armee und die örtliche Polizei
fahnden weiter nach den Flüchtigen.
Spielhallen in Schulnähe vor der Schließung
14.06.2006
Die Polizei in Manila hat zum Schulbeginn gestern damit begonnen, Spielhallen
in der Nähe öffentlicher und privater Schulen zu überwachen.
Pedro
Bulaong, Manila District Polizei Direktor, sagte, sie würden ein Auge auf
Billiardhallen, Computerspielcenter, Arcadegamecenter und Internetcafes haben,
die sich in der Nähe von Schulen befinden.
"We empfehlen der
Stadtverwaltung von Manila die Schließung dieser Einrichtungen, um Schüler nicht
zu stören und zum Schulschwänzen zu ermuntern" sagte Bulaong.
Die
Behörden sagten, dass Besitzer und Betreiber damit aufhören sollten, Schüler
während der Schulzeiten einzulassen. Das unregulierte Wachstum dieser Shops
sorgt überdies für Unruhe bei den Eltern.
"Wir erkennen die Rechte der
Besitzer und Betreiber dieser Shops zur Geschäftsausübung an, allerdings sollte
der Geschäftsbetrieb gewissen Regeln unterliegen, besonders zum Schutze der
Jugend." sagte Bulaong.
Einige betroffene Eltern haben sich an offizielle
Stellen gewandt um diese Einrichtungen in Schulnähe zu verbieten.
Bulaong
hatte sich auch mit Vertretern der Schulsicherheitsbehörde getroffen um
Sicherheitsmaßnahmen sowohl für Schüler als auch Schulen zu
besprechen.
Zusätzlich ordnete er die Einrichtung eines Streifendienstes
für Jgendliche unter der Leitung des "Frauen- und Kinderdienstes" an. Er
verfügte weiter an alle Polizisten, Streifen in der Nähe von Schulen
durchzuführen um Taschendiebe, Räuber und Angehörige krimineller Organisationen
einzufangen.
Alle Polizeistationen wurden überdies angewiesen Restaurants
und Bars in Schulnähe auf die Einhaltung des Alkoholverbots für Jugendliche zu
kontrollieren.
Der Kampf um den Reis wird im Schlafzimmer entschieden
13.06.2006
Die Unabhängigkeit der Philippinen von Importen in der Reisversorgung wird im
Schlafzimmer ebenso wie auf dem Reisfeld entschieden. Das Land konsumiert 30.000
Tonnen Reis pro Tag, jeder Einwohner ißt pro Jahr 115 kg oder mehr als zwei
Säcke Reis, gab Landwirtschaftssekräter Domingo Panganiban bekannt.
"Mit
Ausnahme einer kurzen Periode in den siebzigern haben wir ab 1903 nicht mehr
genur Reis produziert um uns selbst zu versorgen - also seit die Gebrüder Wright
das Flugzeug erfunden haben" sagte er letzten Monat auf einem Treffen mit
Landwirten.
Schankungen in der Niederschlagsmenge (Regen), fehlende
Gelder und eine schnell wachsende Bevölkerung haben die Philippinen zu einem der
größten Reisimporteure weltweit gemacht. Das sich entwickelnde südostasiatische
Land kaufte 1.8 Milliarden Tonnen oder 16 Prozent des Bedarfs von außen hinzu.
Dieses Jahr wird der Import von 1.6 Milliarden Tonnen erwartet.
Falls die
Philippinen unabhängig von Importen werden wollen ist einer der besten Wege das
Bevölkerungswachstum zu bremsen. Zur Zeit haben die Philippinen 85 Millionen
Einwohner und wachsen um 1,95% pro Jahr. Das statistische Bundesamt der RP
hat eine Bevölkerung von 142 Millionen im Jahr 2040 errechnet, selbst wenn das
Bevölkerungswachstum auf 1% im Zeitraum von 2030 bis 2040 sinkt.
"Bevölkerungswachstum ist unser Joker. Es muss auf 1,4 bis 1,5% sinken" sagte
Pablito Villegas, Präsident und Geschäftsführer des "Thnik Tank" für
Landwirtschaft, Meganomics Specialists International.
"Kurzfristig ist es
vielleicht billiger zu importieren. Aber auf lange Sicht ist es wichtig, das wir
beim Grundnahrungsmittel Reis nachhaltige Sicherheit erreichen" sagte
Villegas.
Die Aufgabe, die Philippinen von einem der Spitzenplätze im
Bevölkerungswachstum in Asien herunterzubringen wird erschwert durch die
römisch-katholische Kirche, welche Verhütung ablehnt. Die Philippinen sind
überwiegend katholisch und die Regierung hat, aus Angst die Unterstützung
einflussreicher Bischöfe zu verlieren, keine ernsthaften Versuche unternommen um
auf diesem Gebiet was zu erreichen. Statt dessen wird natürliche
Empfängnisplanung proklamiert.
Die Philippinen sind auch extremen
Natureinflüssen ausgesetzt. Experten des philippinischen Reisforschungsinstituts
und des internationalen Reisforschungsinstituts sagen die größten Hindernisse
sind geografisch begründet und nicht änderbar. "Die fundamentalen Faktoren
hinter den Philippinischen Reisimporten - relativ kleine Landflächen und ein
Fehlen von großen Flüssen- können nicht geändert werden" heisst es in dem Buch
"Warum importieren die Philippinen Reis?", welches von den beiden Instituten
herausgegeben wurde.
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