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Direktor der Weltbank spricht Anerkennung aus
15.09.2006
Bereits am Dienstag beendete der Generaldirektor der Weltbank, Juan José
Daboub, seinen zweitägigen Aufenthalt in Manila. Zum Abschluss seines Besuches
gratulierte er der Regierung für ihre Leistungen im Haushalt, besonders im
Hinblick auf die schwierigen Makroökonomischen Herausforderungen, welchen das
Land noch vor zwei Jahren gegenüberstand.
Er merkte auch an, dass es notwendig sei, die Steuerverwaltung zu verbessern
um die gute Leistung in den kommenden Jahren aufrecht zu erhalten.
„Ich gratuliere der philippinischen Regierung zur starken wirtschaftlichen
Leistung im ersten Halbjahr 2006 sowie zu den lobenswerten und beeindruckenden
Leistungen in der Finanzkonsolidierung, welche die Verschuldung des öffentlichen
Sektors reduziert hat. Die erfolgreichen Reformen haben signifikant die
makroökonomischen Ungewissheiten reduziert, denen das Land noch vor zwei Jahren
entgegensah.“ Sagte Mr. Daboub.
Während seines Aufenthaltes traf er Regierungsvertreter, führende Köpfe aus
dem privaten Sektor und zivilen Organisationen. Der Generaldirektor der Weltbank
erkannte auch das Fenster von Möglichkeiten, welches sich durch die Verbesserung
der Finanzlage ergeben hat. Nach seinen Worten ist nun ein größeres Potential
für Wachstum vorhanden, welches in höheren Investitionen resultieren werde,
sowie eine schnellere Bekämpfung der Armut. Er betonte, dass Investitionen in
Infrastruktur, Erziehung, Gesundheitswesen und Ernährung sowie weiterer sozialer
Dienstleistungen, die auf die Armen gerichtet seien, transparent durchgeführt
werden sollten. Dies sei wichtig, damit die Erfolge der Finanzkonsolidierung
auch von den Armen erfahren werden können.
„Mit dem Erfolg der Finanzreformen ist ein fruchtbarer Boden bereitet worden
um einigen der schwierigen strukturellen Situationen der Regierung zu begegnen,
darunter Transparenz und Steuergerechtigkeit sowie transparentere Verwendung von
öffentlichen Geldern, insbesondere für Gesundheit, Erziehung, Ernährung und
andere Dienste“ erklärte Mr. Daboub weiter.
Er sagte, die Weltbank werde ihre Unterstützung erweitern, um eine Agenda
aufzustellen, die hilft, öffentlichen Einrichtungen Güter und Dienstleistungen
zu liefern. Dies solle durch eine Verbesserung der Qualität in der Verwendung
von öffentlichen Mitteln erreicht werden.
Mr. Daboub besuchte ferner zwei Projekte in Stadtvierteln von Manila mit
niedrigem Einkommen, welche durch die Weltbank finanziert wurden. Bei seinem
Besuch des Projekts „Justiz auf Rädern“ des obersten Gerichtshofs, bei dem
mobile Gerichte eingesetzt werden, erkannte er die Verbesserung der
Erreichbarkeit von Regierungsdiensten insbesondere bei den Armen. Bei seinem
Besuch der Wasser- und Abwasserversorgung, welches durch den Weltbank-Sektor IFC
(International Finance Corporation“ unterstützt wird, stellte er erfreut fest,
dass sich die Versorgungsabdeckung in den letzten acht Jahren nahezu verdoppelt
habe. Nun könnten 95% der Kunden 24 Stunden täglich auf diese Dienstleistung
zugreifen.
„Dies ist ein gutes Beispiel, wie die Qualität einer Dienstleistung in einem
komplexen Bereich wie der Wasser- und Abwasserversorgung spürbar verbessert
werden kann durch public-privte Partnerships, welche eine unabhängige und
zuverlässige Struktur bereitstellen.“ sagte Mr. Daboub.
Mr. Daboub traf die Repräsentanten der verschiedenen Gruppierungen bei einem
Lunch, welcher vom Makati Business Club und vom Asian Institute of Management
durchgeführt wurde. Bei diesem Treffen erkannte er die ermutigenden Schritte,
welche von verschiedenen Mitgliedern der Gesellschaft unternommen wurden um eine
bessere Regierugnsarbeit zu gewährleisten und der Korruption zu begegnen.
Er bezog sich auch auf die Verbesserungen im Bereich der Beschaffung, die
durchgeführt wurden. Mit den Worten „Korruption ist der Feind der Reform, der
Feind des Fortschritts, der Feind der Armutsbekämpfung“ führte er weiter aus
„die Herausforderung für die Philippinen sowie für alle anderen Länder, welche
ernsthaft die Korruption bekämpfen wollen, ist es, wohlgemeinte Maßnahmen in
konkrete Resultate zu übersetzen, welche die Regierungsarbeit allgemein
verbessern mit dem ultimativen Ziel, wirtschaftliches Wachstum zu erreichen und
Armut zu reduzieren.“
„Das ist eine Herausforderung, welche kollektive Zusammenarbeit von allen
Teilen der Bevölkerung verlangt“ erklärte er.
„Ich komme um die volle Unterstützung und Ermunterung zum Fortschritt der
Weltbank an die Philippinen in dieser kritischen Zeit zu überbringen. Wir
möchten, dass die Philippinen erfolgreich sein werden, so dass die 37 Millionen
Philippinos, die in Armut leben, eine Chance auf ein besseres Leben
haben.“
Prince Andrew kommt im November
14.09.2006
Wie die Manila Bulletin berichtet, wird Prince Andrew, Herzog von York, im
November auf die Philippinen reisen. Zweck der Reise ist es, Möglichkeiten für
britische Investitionen im Energiesektor zu erkunden. Anschließend wird der
Prinz zum Tauchen ins Amanpulo-Ressort, Palawan, reisen.
Der zweite Sohn von Queen Elizabeth wird mit Präsidentin Arroyo
zusammentreffen um die wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen zu
festigen. Darauf haben sich beide bei einem Besuch der Präsidentin am Mittwoch
im Buckingham-Palast geeinigt. Ingesamt wird sich die Präsidentin zwei Tage im
Königreich aufhalten.
Für das 20-minütige Treffen mit Arroyo hatte der Prinz seinen Urlaub in
Schottland abgebrochen. Pressesprecher Ignacio Bunye, der ebenfalls an dem
Treffen teilnahm, bestätigte, dass der Prinz starkes Interesse an Investitionen
im Energiesektor hat. Er wird hierzu in der dritten Novemberwoche mit Vertretern
der entsprechenden Zweige auf den Philippinen zusammenkommen.
Neun Tage Reise
11.09.2006
Bereits am Samstag ist Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo nach Finnland
aufgebrochen. Dies ist die erste Station ihrer Reise, die neun Tage dauern wird
um verschiedene bilaterale Beziehungen zwischen den Philippinen und anderen
Ländern zu festigen.
Vor ihrer Abreise sagte sie laut gulfnews: „Der Wind der Hoffnung und der
Gelegenheiten ist spürbar. Ich werde die Philippinen und die Möglichkeiten
dieses Landes in Wirtschaft, Sicherheit und diplomatischen Interessen mit
wichtigen Verbündeten rund um den Globus vertiefen...
Das Schicksal unserer Nation ist zunehmend mit unserer Rolle in der Welt
verknüpft: wir benötigen ausländische Märkte für unsere Güter und
Dienstleistungen, enge Kooperationen mit ausländischen Regierungen im Kampf
gegen den Terror und größere Fortschritte mit allen Nationen um eine stärkere
multilaterale Weltordnung zu schaffen.“
In Finnland wird sie mit führenden Regierungsvertretern von 38 anderen
Ländern anlässlich des sechsten ASEM (Asia-Europe-Meeting) zusammentreffen.
Dort sollen sowohl Wirtschafts- als auch Sicherheitsfragen besprochen werden.
ASEM ist ein informeller Prozess des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen 39
Ländern. Aus Asien befinden sich Brunei Darussalam, Kambodscha, Indonesien,
Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam, Japan,
China und Südkorea unter den Teilnehmern.
Die europäischen Mitgliedsländer bei ASEM sind Österreich, Belgien, Zypern,
Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland,
Ungarn, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande,
Polen, Portugal, die Slovakei, Slovenien, Spanien, Schweden, Großbritannien
sowie eine Kommission der EU selbst.
Bei dem Treffen wird Arroyo außerdem ein Abkommen mit Japan unterzeichnen.
Japan ist der zweitgrößte Investor der Philippinen und gleichzeitig der größte
Kunde von Elektronik und Halbleitern.
Philippinen laden EU-Vertreter zur Begutachtung der Menschenrechtssituation ein
11.09.2006
Die Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo wird die EU einladen, eine Delegation
auf die Philippinen zu entsenden um die Achtung der Menschenrechte im Land zu
begutachten. Dies vermeldete People’s Daily Online utner Bezugnahme auf den
Inquirer.
Arroyo hat darüber in Helsinki gesprochen. Dort nimmt sie am sechsten
Asia-Europe-Meeting (ASEM) teil. Offiziell wird sie ihre Einladung am Dienstag
aussprechen, wenn sie mit führenden Stellvertretern der EU in Brüssel
zusammentrifft.
Unterdessen gab Pressesprecher Ignacio Bunye bekannt, dass die Philippinen
bereit seien, sich vor jedem Forum zu verteidigen und auf die Fortschritte in
der Bekämpfung der politischen Morde aufmerksam zu machen.
Er führte ferne aus, dass die Regierung diesen Morden ein Ende bereiten
werde, die das Land in Übersee in ein schlechteres Licht gerückt hätten und den
Opfern Gerechtigkeit widerfahren werde. „Unsere Kräfte arbeiten 24 Stunden am
Tag, 7 Tage in der Woche, um die Täter zu überführen, der Justiz zuzuführen und
den Ursachen auf den Grund zu gehen und diese abzustellen“ sagte er
ferner.
Keine neue Fristsetzung seitens der Regierung bei Friedensverhandlungen
29.08.2006
Wie die Nachrichtenagentur Reuters heute meldet, setzt die Regierung keine
neue Frist zum Abschluss der Friedensverhandlungen mit den Moslemrebellen im
Süden des Landes. Hoffnungen, das die Verhandlungen im September abgeschlossen
sein könnten haben sich auf Grund von Landstreitigkeiten zerschlagen.
Das überwiegend katholische Land versucht seit nunmehr 30 Jahren den
Konflikt, bei dem ca. 120.000 Menschen getötet wurden, beizulegen. Die
Verhandlungen gerieten jedoch ins Stocken, nachdem sich die beiden Parteien
nicht über die Größe des zugesicherten Territoriums im Süden einigen
konnten.
Professor Rudy Rodil teilte auf einer Pressekonferenz mit, dass verschiedene
Interessengruppen bei dieser Entscheidung ihr Recht einforderten. Nicht nur die
Muslime seien betroffen sondern auch indigene Bevölkerungsgruppen und
christliche Bevölkerung.
„Vor Mai waren wir noch sehr optimistisch“ führte Rodil weiter aus. „Wir
rechneten mit September als Abschlussmonat. Aber vielleicht waren wir doch zu
optimistisch.“
Die Regierung hatte angeboten, weitere 613 Dörfer zu einer bereits
exisitierenden autonomen Moslem-Region zu geben, welche bisher aus fünf
Provinzen besteht. Allerdings möchte die Moro Islamic Liberation Front (MILF)
mehr als 1000 Dörfer zusätzlich beanspruchen.
Die muslimische Minderheit im Süden der Philippinen befindet sich überwiegend
im westlichen Teil der Insel Mindanao. Dort liegen allerdings auch größere
christliche Städte. 20% der Region mit 18 Millionen Einwohnern sind Moslems.
Viele der beanspruchten Dörfer liegen weit außerhalb der bereits
existierenden Moslem-Region und nach den Worten Rodils wäre noch nicht einmal
geklärt, wie dann die Verwaltungsarbeit für diese Dörfer gewährleistet werden
könnte.
Beide Parteien befinden sich seit 1997 in Verhandlungen. Während dieser wurde
auch die Frage gestreift, was mit den Bodenschätzen in der Region geschehen
solle, auf die indigene Gruppen, Moslems und die Regierung selbst Ansprüche
angemeldet haben.
Eine Friedensvereinbarung mit der Moro National Liberation Front (MNLF),
welche mittlerweile seit 10 Jahren besteht, hat weder Frieden noch Arbeit für
die betroffene Bevölkerung gebracht.
Jesus Durez, von der Präsidentin mit den Verhandlungen beauftragt, sagte, die
Verhandlungen mit der MILF, welche von Malaysia seit 2001 unterstützt werden,
würden in Kürze fortgesetzt, jedoch ohne ein bestimmtes Abschlussdatum.
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Teenager als NPA-Kämpfer festgenommen
Teenager als NPA-Kämpfer festgenommen
28.08.2006
Sicherheitskräfte haben am Sonntag drei Personen festgenommen, die sich im
Auftrag der NPA im Raum Palawan bewegten.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um Teenager im Alter von 14, 15 und 16
Jahren. Einheiten der Polizei und des Militärs nahmen die Personen fest, als
diese auf dem Weg zu ihrem „Auftrag“ waren, eine Familie zu ermorden, sagte Vize
Admiral Tirso Danga, Chef der Streitkräfte Western Command (Wescom).
Der Vorfall ereignete sich bei New Agutaya, gegen 15.00 Uhr Ortszeit.
Zwei Schusswaffen wurden beschlagnahmt. Davon wurde eine erst kürzlich von
einem Polizisten als gestohlen gemeldet.
Nach den Worten Dangas zeige diese Festnahme, dass die NPA sich nicht an die
mindesten Vereinbarungen halte, wie z.B. die Ächtung des Einsatzes von
Kindersoldaten.
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Einreise verweigert: Japaner führend
28.08.2006
Zum wiederholten Mal führen Japaner die Liste der Personen an, denen die
Einreise ins Land verweigert wurde. Dies teilte die Einwanderungsbehörde am
Montag mit.
Insgesamt sei 797 Ausländern die Einreise verwehrt worden. Entweder waren sie
als „unerwünscht“ auf einer entsprechenden Liste geführt oder die Papiere waren
nicht in Ordnung.
Alleine 222 Japanern wurde der Einlass verwehrt, da diese im Verdacht
standen, einer kriminellen Vereinigung anzugehören. Des weiteren wurden 99
Chinesen, 75 Koreaner, 55 Inder, 28 Taiwanesen und neun Amerikaner nicht ins
Land gelassen. Als Folge der Einreiseverweigerung werden die Personalien nun
auf der sogenannten BI-Blacklist eingetragen. Für gewöhnlich bedeutet dies keine
weitere Einreiseerlaubnis in der Zukunft.
Frische Farbe gegen Terror
22.08.2006
Soldaten der philippinischen Armee sind bewaffnet mit Schaufeln, Hammern und
Pinseln in Dörfern südlich von Manila aufgetaucht, um dort den neu eröffneten
Kampf gegen die Kommunisten auf eine freundliche Art zu führen.
Die Soldaten haben Schulen repariert, Straßen in Stand gesetzt, und Gräben
neu ausgehoben, in mindestens 10 Dörfern in den Bezirken Laguna und Batangas.
Die Entwicklung der Landwirtschaft sollte somit in den Konfliktzonen
vorangetrieben werden, um der Bevölkerung zu zeigen, dass Friedensverhandlungen
auch Früchte tragen können.
Die Regierung wird ca. 300 Millionen Pesos ausgeben, um Klassenräume zu
bauen, Kliniken und transportable Wassersysteme zu errichten, aber auch um die
Elektrizität in 60 Dörfern quer über das Land auszubauen. Schwerpunkte sind
Dörfer, die bisher unter dem Einfluss der NPA stehen.
Die Regierung von Gloria Macapagal Arroyo hat beim Kongress um 3 Milliarden
Pesos für solche Projekte nachgefragt. Ein großer Teil dieses Budgets ist von
Arroyos politischen Gegnern, die das Oberhaus im Kongress anführen, blockiert
worden. Ihre Gegner vermuteten, dass diese Mittel eingesetzt würden, um die
Kongresswahlen im Jahr 2007 zu beeinflussen.
Die Regierung überlegt ferner, ein Amnestieprogramm aufzulegen, wonach
Rebellen ihre Waffen gegen Farmausrüstung und anderes Material eintauschen
können.
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Politische Morde sollen untersucht werden
17.08.2006
Die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo plant die Einsetzung
einer Kommission um die politischen Morde im Land aufzuklären. Sprecher Ignacio
Bunye sagte das in den nächsten Tage Maßnahmen ergriffen werden um die Morde an
Journalisten und Aktivisten aufzuklären. Diese Ankündigung trifft zusammen mit
einer Veröffentlichung von Amnesty International.
Am Mittwoch sind zwei weitere Aktivisten von linken Gruppierungen bei
verschiedenen Schießereien von Unbekannten getötet worden.
Anfang der Woche hatte Amnesty International einen Report veröffentlicht in
dem die Organisation darauf hinweist, dass die Ermordung von Aktivisten auf den
Philippinen zu einer Welle der Gewalt führen könne. Der Report sagt aus, dass
die Links ausgerichtete Ideologie der Opfer und ein Klima der Straffreiheit
zeigt, dass die Attacken keine planlose Serie von Kriminellen Ermordungen sind
sondern ein politisch motiviertes Muster zeigen.
Die Regierung hat ihre Kampagne gegen die kommunistische Rebellengruppe der
NPA verstärkt. Präsidentin Arroyo, welche die Rebellen beschuldigt in einem
Umsturz Versuch vom Februar verwickelt zu sein, hat das Militär beauftragt,
innerhalb der nächsten zwei Jahre den Kampf gegen die NPA zum Abschluss gebracht
zu haben.
Nahezu 1000 Aktivisten des linken Flügels, Gemeindearbeiter, Anwälte und
Journalisten werden entweder vermisst oder sind ermordet worden seit Arroyo
Präsidentin geworden ist. Sie leugnet jeden Einfluss von Polizei oder Militär in
die Ermordungen. Bereits zu Beginn des Monats forderte die Präsidentin
Staatsanwälte und Polizei auf, innerhalb der nächsten 10 Wochen die Morde
aufzuklären, nachdem sie dafür kritisiert wurde in dieser Sache nicht genug zu
tun.
Jedoch ist bisher neben den Versprechungen der Regierung und dem Aussetzen
von Kopfgeld nicht viel passiert. Nur einige der Morde konnten bisher von der
Polizei aufgeklärt werden.
Amtsenthebungsverfahren vor dem Aus
16.08.2006
Der Untersuchungsausschuss des Unterhauses wird das Amtsenthebungsverfahren
gegen Präsidentin Arroyo wahrscheinlich heute beenden. Mehrheitssprecher
Prospero Nograles sagte gestern gegenüber Reportern dass der Mehrheitsblock die
Beschwerde los werden möchte.
Auf Nachfrage, ob „los werden“ bedeuten würde dass man die Beschwerde sterben
lassen möchte, antwortete Nograles dass damit gemeint sei, dass über das
Verfahren abgestimmt wird.
In der Zwischenzeit beschwerte sich Malacanang gegenüber der Opposition, dass
sie mit „recyceltem Müll“ versuchen wolle ein Amtsenthebungsverfahren gegen die
Präsidentin einzuleiten, anstatt der Regierung die notwendige Unterstützung bei
der Hilfe der Opfer des Vulkanausbruchs Mayon zuzusichern.
Sprecher Ignacio Bunye gab dieses Statement gestern heraus, nachdem
Oppositionsführer am Montag den Medien umfangreiche Dokumente präsentiert
hatten, verpackt in großen Taschen und Kartons, wo von die Opposition behauptet
dies wären die Beweise für das Amtsenthebungsverfahren gegen die Präsidentin.
Der Sprecher gab weiter gegenüber der Presse zu Protokoll, das nach Meinung
von Malacanang die Opposition die Kartons besser dafür verwendet hätte, sie mit
Kleidung und anderen Spenden zu füllen, um sie in die Region des Vulkans Mayon
zu schicken, statt sie mit Altpapier zu füllen.
Zwei NPA-Rebellen erschossen
15.08.2006
Bei einem Feuergefecht in der südlichen Provinz Sorigao del Sur sind am
Dienstag mindestens zwei Mitglieder der NPA getötet und ein Polizist verletzt
worden. Ca. 100 der Rebellen der NPA haben die Stadt San Augustin überfallen
und die Polizeistation gestürmt. Zu diesem Zeitpunkt waren ein Dutzend
Polizisten in der Station. Das Feuergefecht dauerte mehr als eine Stunde, bis
die Rebellen aufgaben. Die NPA ist der bewaffnete Flügel der Kommunistischen
Partei der Philippinen. Seit 37 Jahren kämpfen sie im Untergrund.
Terrorwarnstufe erhöht
12.08.2006
Sicherheitsbehörden haben die Alarmstufe für Terror von Niedrig auf Mittel
angehoben nachdem in Großbritannien Terroranschläge vereitelt wurden.
Präsidentin Arroyo hat Antiterroreinheiten aufgefordert die Bemühungen im Kampf
gegen den Terror zu verstärken
Nach Behördenangaben wolle man einer möglichen Ausweitung von Terrorattacken
im Land vorbeugen.
Die Verwendung von flüssigem Sprengstoff im Zusammenhang mit Flugzeug
Attentaten ist für die Philippinen nicht neu. Bereits 1995 gab es einen Plan im
Land von Extremisten nachdem Dutzende von Flugzeugen mit Flüssigkeiten und
Aerosolen zur Explosion gebracht werden sollte. Diese Pläne wurden bereits im
Januar 1995 in Manila von Ramzi Yousef dem vermuteten Planer des
Bombenattentates auf das World Trade Center in 1993 vorbereitet. Joseph wurde
auch für schuldig befunden einen japanischen Passagier mit einer
Flüssigkeitsbombe auf einem Flugzeug der Philippine Airlines in 1994 getötet zu
haben. Dies war nach Angaben von US-Staatsanwälten ein Probelauf.
Sprecher der Regierung wiesen darauf hin, daß der Libanon Konflikt Emotionen
bei Moslems weltweit hervorrufe. Militante Gruppen könnten dies dazu verwenden
um ihre Attacken auszuweiten. Die Regierung kämpft gegen die Gruppierungen
Abu Sayyaf und Jemaah Islamiyah welche beide zum sog. Al Quaida Netzwerk gezählt
werden. Hinzu kommt die Terrorvereinigung NPA, der bewaffnete Flügel der
Kommunistischen Partei der Philippinen.
1 Toter, 5 Verletzte nach Bombenexplosion
11.08.2006
Bei Explosionen von 2 selbst gebauten Bomben und einer Granate sind am
Donnerstag im Süden der Philippinen ein Mensch getötet und fünf weitere verletzt
worden. Bei dem Toten handelt es sich um einen Polizisten. Nach Behördenangaben
werden die Gruppierungen Abu Sayyaf und Jemaah Islamiyah für die Explosionen
verantwortlich gemacht. Offizielle Bekennerschreiben gibt es nicht.
Attentate vereitelt
11.08.2006
Eine Offensive der philippinischen Armee gegen Moslemrebellen auf die der
südwestlichen Insel Jolo hat vermutlich Bombenattentate in der Hauptstadt Manila
verhindert. Dies sagten offizielle Stellen am Freitag. Präsidentin Gloria
Macapagal Arroyos Staatssekretär, Eduardo Ermita, ordnete verschärfte
Antiterrormaßnahmen an, unter dem Eindruck der vereitelten Attentate in London.
Er bat die Bevölkerung um Kooperation mit den Behörden auf allen Flughäfen,
Häfen und Busstationen. Nach Angaben des Nationalen Sicherheitsbeauftragten,
Norberto Gonzales, wurde bei der Operation in Jolo festgestellt, dass sich
Terroristen mit dem Bau von Bomben beschäftigten.
Feuergefechte im Süden der Philippinen
03.08.2006
Nach Angaben des Militärs sind fünf Mitglieder der Abu Sayyaf bei Kämpfen im
Süden des Landes getötet worden.
Mit Raketen und Bomben habe man eine Basis von mutmaßlichen Mitgliedern der
Abu Sayyaf auf der Insel Jolo angegriffen. Dabei sei ein Zivilist getötet und
fünf Soldaten verletzt worden.
Die heftigen Kämpfe sind Teil der Bemühungen der philippinischen Regierung,
die militanten Organisationen davon abzubringen, Jolo als Trainings- und
Vorbereitungslager für militante Angriffe zu nutzen.
Die Abu Sayyaf ist mit 400 Mitgliedern die kleinste Moslem-Rebellengruppe der
Philippinen und wird unter anderem für ein Bombenattentat auf eine Fähre mit
mehr als 100 Toten verantwortlich gemacht.
Die Regierung befindet sich in Friedensverhandlungen mit der Moro Islamic
Liberation Front.
Philippinen als treibende Kraft bei ASEAN gewünscht
1.8.2006
Der US-Ministerialdirektor für Ost-Asien und den Pazifik, Christopher Hill,
hat Fragen der Wirtschaft, der Sicherheit und politische Themen mit Präsidentin
Arroyo am vergangenen Wochenende bei einem Besuch der Philippine Military
Academy in Baguio diskutiert.
Die USA wollen die Philippinen insbesondere bei der Terrorbekämpfung und bei
der Stärkung der inneren Sicherheit weiter unterstützen.
Dabei sollen auch die Verhandlungen mit den Moslemrebellen im Süden weiter
unterstützt werden.
Beachtung fand auch die positive wirtschaftliche Entwicklung der Philippinen.
US-Firmen ziehen die Philippinen nach Angaben Hills verstärkt in
Investitionsplanungen ein.
Hill führte weiter aus, dass die Philippinen eine führende Rolle bei
multilateralen Abkommen zwischen Mitgliedern der ASEAN übernehmen solle. ASEAN
steht für Association of Southeast Asian Nations und umfasst die Philippinen,
Brunei, Singapur, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Thailand und
Vietnam.
Diese Kooperation würden, laut Hill, die Gemeinschaft stärken und könnten
zukünftig auch auf andere Bereiche wie Bekämpfung des Menschenhandels und des
Terrors ausgedehnt werden.
Volkszählung gestoppt
1.08.2006
Die philippinische Regierung hat die für 2006 angesetzte Volkszählung
aufgehoben. Die letzte Zählung fand vor 10 Jahren statt.
Das National Statistics Office sagte, da der Kongress das Budget für 2006
nicht verabschiedet hat gäbe es nun keine Mittel zur Durchführung der
Zählung. Laut Gesetz ist die Zählung alle 10 Jahre durchzuführen. Da sich
jedoch die Präsidentin und der Senat nicht auf ein Budget einigen konnten muss
nun mit dem gleichen Volumen an Mitteln wie 2005 operiert werden.
Präsidentin Arroyo mit Grippe im Krankenhaus
28.07.2006
Am späten Donnerstag wurde die Präsidentin in ein privates Krankenhaus
gebracht. Die Ärzte diagnostizierten Grippe. Mittlerweile hat sich Präsidentin
Arroyo gut erholt, bleibt jedoch noch einen Tag im
Krankenhaus.
AI: Politische Morde verhindern
26.07.2006
Am Mittwoch forderte Amnesty International (AI) die Philippinen auf, konkrete
Schutzmaßnahmen für Zeugen politischer Morde einzurichten.
AI begrüßte die Aussage der Präsident während ihrer SONA 2006 am Montag, in
der sie die Morde verurteilte und Zeugen aufforderte, sich zu melden. Aber nach
Meinung von AI muss noch mehr geschehen.
„Es ist ermutigend, dass Präsidentin Arroyo die Morde an Aktivisten
verurteilt, aber nun muss sie auch entsprechend handeln um der Ermordung
weiterer Aktivisten vorzubeugen“ sagte Tim Parritt vom
AI-Asia-Pacific-Programm.
„Viele Zeugen politischer Morde, selbst enge Verwandte des Opfers, sind
einfach zu verängstigt, um eine Aussage zu machen“ führte er weiter aus. „Wenn
die Regierung Zeugen haben will, dann muss sie einen stärkeren Zeugenschutz
aufbieten.“
Morddrohungen und andere Einschüchterungsversuche seien die Hauptprobleme die
dazu beitragen, dass es den Strafverfolgern selten gelänge, Anklagen zu
erheben.
SONA 2006
25.07.2006
Einmal im Jahr findet die sogenannte „State of the Nation Address“ der
Präsidentin statt. Dieses Jahr war es am Montag, 24. Juli 2006, als die
Präsidentin um 16:00 Uhr ihre Ansprache hielt.
Sie rief das Land dazu auf, Streitereien beizulegen und sich statt dessen die
Hände zu reichen um gemeinsam der Herausforderung zu begegnen, für Überleben und
Fortschritt des eigenen Landes, um dieses Land aufblühen zu lassen und zu
vereinigen.
Zu Beginn ihrer Rede dankte sie auch den OFW, welche sie als die „neuen
Helden“ bezeichnete, die nicht nur ihre Familie daheim unterstützten sondern
auch das ganze Land. Und sie dankte dem Kongress, der notwendige Gesetze zu
Finanzreformen auf den Weg brachte, den Mitarbeitern im öffentlichen Dienst, die
ihr hilfreich zur Seite stehen und zahlreiche neue Dienste für die Bevölkerung
anbieten würden sowie den Streitkräften, die sich loyal zum Land und der
Bevölkerung verhielten.
Sie erhielt stehende Ovationen bei ihrer Ankündigung, dass es nun an der Zeit
sei die Früchte des Wirtschaftswachstums an die Bevölkerung zu verteilen. Sie
dankte am meisten der philippinischen Bevölkerung für die erbrachten Opfer und
für den Glauben an die Sache.
Im Schwerpunkt ihrer SONA stünden laut Arroyo die Wünsche der Menschen und
sie forderte die Nation auf, dabei zu helfen, das Land in eine bessere Zukunft
zu bringen sowie Armut zu bekämpfen und den Terrorismus und Gesetzlosigkeit
auszulöschen.
Während ihrer Rede verwendete sie eine Computerpräsentation und zeigte die
fünf Superregionen (Gopinoy berichtete) auf einer Karte. Sie unterstrich, dass
die natürlichen Vorteile einer Region stärker genutzt werden sollen und sie nun
in die dritte Phase ihrer Entwicklungsplanung einsteige.
Als Beispiele für mutige und leistungsstarke Filipinos verwies sie auch auf
die zahlreichen sportlichen Erfolge der letzten Zeit, unter anderem im Boxsport,
beim Bergsteigen, bei den 23ten südostasiatischen Spielen – aber auch auf die
Schönheitskönigin 2005, welche den internationalen Titel nach sechs Jahren
wieder ins Land holte.
5 Verletzte nach Landminenexplosion
25.07.2007
Eine Landmine, welche vermutlich von Rebellen gelegt wurde, hat nach
Polizeiangaben am Montagmorgen fünf Passagiere eines Jeepney verletzt.
Der vollbesetzte Jeepney befuhr den Highway in einem Dorf bei Surigao del
Sur. Die Verletzten hätten sich im hinteren Teil des Fahrzeugs befunden. Nach
Angaben der Polizei wird die NPA für den Anschlag verantwortlich gemacht, welche
am gleichen Tag stattfand wie Arroyos jährliches „State of the Nation Address“
(SONA) beim Kongress.
Kirchenvertreter: Kirche wurde nicht bestochen
19.07.2006
Das während einer Dinnerparty in Malacañang übergebene Geld sollte man nicht
als Bestechung werten. Auch wäre der Zeitpunkt der Party eher zufällig nach der
offiziellen Stellungnahme der katholischen Bischofskonferenz gewesen.
Dies sagte Monsignore Elmer Abacahin, Direktor für soziale Aktionen der
Erzdiözese Cagayan de Oro.
Die Dinnerparty, zu der zahlreiche Kirchenvertreter eingeladen waren hatte
landesweites Aufsehen erregt, da sie sehr zeitnah auf die Stellungnahme der
katholischen Bischofskonferenz erfolgte, das Amtsenthebungsverfahren gegen die
Präsidentin nicht zu unterstützen, da es der Wahrheitsfindung nicht diene.
Die Präsidentin wird in dem Verfahren mit Vorwürfen der Korruption und
Wahleinflussnahme konfrontiert.
Abacahin räumte ein, dass Geld an die Bischöfe verteilt worden sei. Dies sei
jedoch im Rahmen der Botika sa Parokya Initiative der Regierung geschehen.
Hierbei können bestimmte Diözesen direkt Zugriff auf medizinische Versorgung und
andere karitative Leistungen erhalten.
Er sagte, einige Bischöfe nahmen die versiegelten Briefumschläge an, andere
nicht.
Die Dinnerparty solle man außerdem nicht im Zusammenhang mit dem
Amtsenthebungsverfahren sehen. Tatsächlich wurde das Verfahren während des
Dinners kaum erwähnt.
Darüber hinaus seien nicht alle Priester und Bischöfe mit dem Beschluss der
Konferenz einverstanden, aber Mitglieder des Klerus stehe es frei, über diese
Angelegenheit zu diskutieren.
„Schließlich haben wir die Wahrheit nicht gepachtet.“ sagte er.
Gaddafi und Arroyo trafen sich
18.06.2006
Libyens Staatschef Gaddafi und Präsidentin Arroyo haben am späten Sonntag ein
45-minütiges bilaterales Gespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt.
Der Sprecher der Präsidentin, Ignacio Bunye, berichtete, dass Gaddafi sich
insbesondere für die Behandlung von Minderheiten, speziell Moslems, seitens der
philippinischen Regierung interessiere und äußerte seine Hoffnung, dass die
Integrationsbemühungen gut vorankommen.
Arroyo bedankte sich für die Unterstützung Libyens in diesem Friedensprozess
und für die gute Behandlung von OFW, welche auch in Libyen arbeiten.
Sie berichtete ferner von der Erfüllung der 1976 in Tripolis getroffenen
Vereinbarungen, wonach z.B. Moslems wichtige Positionen in der philippinischen
Politik erhalten sollten.
Dies wurde von Gaddafi bestätigt, der auch darauf verwies, dass diese
Vereinbarungen für alle Minderheiten gelte, nicht nur für Moslems. Und die
Philippinen würden dies auch für alle Minderheiten beachten.
Am Montag trafen sich Vertreter der Handelskammern beider Nationen in
Begleitung Arroyos.
Metro Manila: Alarmstufe erhöht
18.07.2006
Die Präsidentin wird am 24. Juli 2006 ihre Rede zur Lage der Nation halten.
Vorsorglich wurde dafür schon jetzt die erhöhte Alarmbereitschaft für die
gesamte Region Manila ausgerufen. Dies bedeutet, dass mindestens 75% der
insgesamt 15.000 Polizisten rund um die Uhr im Einsatz sind.
Kommt der Föderalismus?
14.07.2006
Die Regierung der Philippinen hat vier sogenannte „Super-Regionen“ benannt,
welche besonders entwickelt und gefördert werden sollen. Es handelt sich hierbei
um:
- Nord Luzon, einschließlich Ilocos, Cagayan Vallay, Cordillera, Aurora und
Nueava Ecija
- Metro Luzon, welches die Region Calabarzon, Zentral Luzon und Metro Manila
umfasst
- Central Philippines mit den Regionen Mimaropa, Bicol, Western Visayas,
Zentral Visayas und Eastern Visayas
- Mindanao mit Zamboanga Peninsula, Nord-Mindanao, Davao, Socsargen und dem
autonomen Moslemgebiet
Gouverneure und Bürgermeister der Regionen haben somit direkten Zugriff auf
Fördergelder ohne erst den Umweg durch die Zentrale Verwaltung in Manila zu
nehmen. Somit könnten Infrastrukturprojekte schneller umgesetzt werden.
Die Rolle der lokalen Politiker gewinnt somit wesentlich an Bedeutung. Liegt
doch nun erheblich mehr Verantwortung bei ihnen, um die jeweilige Region zu
entwickeln.
Diese Politiker haben Arroyo auch im letzten Jahr im versuchten
Amtsenthebungsverfahren unterstützt. Nun willigen sie in den Plan der
Präsidentin ein, das aktuelle präsidiale Zweikammersystem in ein
parlamentarisches Einkammer-System umzustrukturieren. Gegen dieses Modell sind
unter anderem die katholischen Bischöfe.
Arroyo erhofft sich von den Änderungen, die eindeutig mehr Mitspracherecht
für die Regionen beinhalten, dass die Regionen im Wettbewerb zueinander stehen
und aktiver versuchen werden, ihre wirtschaftliche Kraft zu
verbessern.
Arroyo fliegt nach Libyen
14.06.2006
Die Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo wird am Samstag zu einem viertätigen
Besuch nach Libyen fliegen. Ihre Rückkehr ist für den 18. Juli geplant. Auf der
Agenda stehen Gespräche zu den Themen Öl, Investitionen und
Friedensverhandlungen mit den Moslemrebellen im Süden der
Philippinen.
Umfragewerte für Arroyo besser
13.07.2006
Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo kann trotz des laufenden
Amtsenthebungsverfahrens auf verbesserte Umfragewerte schauen. Allerdings werden
nach Ansicht der Experten ihre verbleibenden vier Amtsjahre nicht ohne weitere
Tumulte verlaufen.
Nach einer Umfrage der „Social Weather Stations“ (SWS) sind 35 Prozent mit
ihrer Präsidentin zufrieden, 48% sind unzufrieden. Dies ergibt 13% mehr
Unzufriedene als Zufriedene. Dieser Wert lag bei 30% im Dezember 2005 und bei
25% im März.
Es wurden 1200 Einwohner des Landes befragt. Die Umfragewerte haben eine
Toleranz von 3%.
Die steigende Zufriedenheit wird auf Arroyos Erfolge in der Verbesserung der
Finanzsituation des Landes, Bekämpfung der Korruption, Schließung von
Steuerschlupflöchern und Verbesserung der Einkommenssituation der Arbeitnehmer
des Landes zurückgeführt.
Dennoch ist sie neben dem aus dem Amt gedrängten Marcos die einzige
Präsidenten, die einen negativen Wert auf der Zufriedenheitsskala aufweist. Dies
macht sie für den politischen Gegner angreifbar. Allerdings bestehe kaum eine
Gefahr für Arroyo, solange der politische Gegner zersplittert und mit Konflikten
in den eigenen Reihen beschäftigt ist.
Arroyos Amtszeit wird voraussichtlich 2010 enden. Erst letztes Jahr hatte sie
einen Versuch der Amtsenthebung überstanden. Am Mittwoch dieser Woche hatten
Sicherheitsexperten bekannt gegeben, dass sie einen Umsturzversuch von Teilen
des Militärs vereitelt hätten, wobei sechs Offiziere verhaftet wurden. Diese
hätten die Besetzung des Unterhauses am 24. Juli während einer Rede Arroyos
geplant.
Präsidentin hält an Reiseplänen fest
10.07.2006
Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo hält an ihren Plänen fest, Regionen auf
den Philippinen zu besuchen, die eine starke Präsenz von Rebellen aufweisen.
Zunächst war dies in Frage gestellt worden, nachdem ein Anschlag auf
Sicherheitsleute der Präsidentin verübt wurde.
Am Samstag ist ein Fahrzeug mit 20 Soldaten in einen Hinterhalt geraten. Die
Soldaten waren auf dem Rückweg in ihre Kaserne, nachdem sie den Besuch der
Präsidentin in Compostela Valley gesichert hatten.
Die Sicherheitsmaßnahmen für die Präsidentin sind hierauf nochmals verstärkt
worden.
Im Januar hatte die Präsidentin Reisen in die Provinz aus Sicherheitsgründen
abgesagt, nachdem sie erfahren hatte, dass vier Offizieren die Flucht aus der
Haft geglückt war. Die Offiziere waren 2003 an der sogenannten „Oakwood
Meuterei“ beteiligt.
Nach Angaben eines Militärsprechers bestand während des letzten Besuches der
Präsidentin zu keiner Zeit Gefahr für ihr Leben. Als der Transport der Soldaten
in den Hinterhalt geriet war sie bereits mit einem Helikopter unterwegs nach
Maguindanao.
Philippinen erhalten gebrauchte Hubschrauber aus den USA
6.7.2006
Nach Angaben der philippinischen Luftwaffe geben die USA 26 gebrauchte
Militärhubschrauber vom Typ UH1-H oder Huey in sechs Monaten der Luftwaffe der
Philippinen.
Sechs davon werden unmittelbar für „interne Sicherheitsaufgaben“ eingesetzt.
Somit würden, nach Angaben eines Sprechers, die Streitkräfte einen spürbaren
Schub erhalten um noch effektiver gegen die NPA vorgehen zu können.
Die 26 Hubschrauber sind Bestandteil des Kontingents von 30 Luftfahrzeugen,
welche US-Präsident Bush den Philippinen zugesagt hat.
10 Hubschrauber werden auf Kosten der Philippinen generalüberholt, die
übrigen 20 werden auf Kosten der USA modernisiert.
Aktuell verfügen die Philippinen über 50 Huey-Hubschrauber, davon sind 45 im
operativen Einsatz.
Huey-Husbchrauber können mit Maschinengewehren ausgerüstet werden und geben
Unterstützung beim Einsatz von Bodentruppen, transportieren Material und retten
Verletzte vom Gefechtsfeld.
Arroyo wieder zu Hause
05.07.2006
Die Präsidenten der Philippinen, Gloria Macapagal Arroyo, kehrte am Dienstag
wieder zurück auf die Philippinen. Im Reisegepäck hatte sie Investitionszusagen
im Wert von 150 Millionen USD, Arbeitsmöglichkeiten für mehr als 100.000 OFW
(vornehmlich Gesundheitsbereich) sowie eine Vereinbarung zur engeren Kooperation
in Verteidigungsfragen mit Spanien.
Zwei große spanische Hotelketten werden erstmals in Asien investieren und
haben hierfür die Philippinen als Standort gewählt. 75 Millionen USD ist dieses
Engagement wert. Es ist geplant, Hotels mit 200 bis 400 Zimmern an Stränden der
Philippinen zu errichten.
Ferner wurde mit Spanien vereinbart, dass mehr als 100.000 Ärzte und
Krankenschwestern aus den Philippinen in Spanien arbeiten dürfen.
Italien sagte die Unterstützung für die Philippinen an einem Programm zur
leichteren Schuldentilgung für Entwicklungsländer zu. Der Papst begrüßte
diese Initiativen, wie er im 20-minütigen Gespräch mit Arroyo
herausstellte.
Präsidentenpalast rügt Bischof für Einmischung
04.07.2006
Malacañang (der Sitz des Präsidenten) nannte die Unterstützung des Bischofs
Deogracias Yñiguez ein politsches Ärgernis.
Der Sprecher der Präsidentin, Ignacio Bunye kritisierte Erzbischof Angel
Lagdameo, Präsident der katholischen Bischofskonferenz der Philippinen für seine
Äußerung, das die Trennung zwischen Staat und Kirche nicht greife, wenn
politische Kontroversen moralische Fragen beinhalten.
Nach Ansicht des Sprechers sei das eingeleitete Amtsenthebungsverfahren ein
politischer Akt, der keine moralischen Fragen beinhalte. Die Aktionen der
Kirchenvertreter würden die Uneinigkeit und negative Stimmung im Land
begünstigen.
Auch nach Ansicht von zahlreichen Lokalpolitikern sei es Aufgabe der Kirche,
die Menschen im Land zu vereinen und Frieden statt Zwietracht zu säen. Diese
Aktionen der Kirche würden das Land in die Zeit der spanischen
Kolonialherrschaft zurückwerfen. Die Kirche verteidigt ihre Position. Sie
mische sich nicht in das Verfahren ein sondern verurteile lediglich Wahlbetrug
und Korruption, was eindeutig moralische Fragen seien.
7 NPA-Mitglieder erschossen
03.07.2006
Im Süden der Philippinen sind bei einem zwei Tage andauernden Feuergefecht
mindestens sieben Mitglieder der NPA von der philippinischen Armee erschossen
worden.
Die Gefechte starteten in den Städten Pantukan und Laak, wo die Armee mit den
NPA-Anhängern zusammenstieß. Die Armee beschlagnahmte in diesem Zusammenhang
persönliche Gegenstände von Rebellen und Listen von Selbständigen, welche die
„Revolutionssteuer“ an die NPA zahlen würden.
Estrada zuversichtlich
29.06.2006
Der abgesetzte philippinische Präsident Joseph Estrada, angeklagt wegen
unrechtmäßiger Bereicherung, rechnet mit einem Freispruch, nachdem die
Staatsanwaltschaft überraschend die Befragung am Mittwoch beendet hatte.
Ihm wird vorgeworfen, 80 Millionen USD an Bestechungsgeldern und
Staatseinnahmen für sich privat in seiner 31-monatigen Amtszeit abgezweigt zu
haben.
Der frühere Filmstar, der sich seit 2001 unter Hausarrest befindet, leugnete
erneut die Vorwürfe während seiner elften und letzten Befragung im
Zeugenstand.
Staatsanwalt Villa Ignacio wurde in seiner Beweisführung vom Richter
angemahnt. Bei der Vorführung eines Videobandes, welches Estrada bei der
Unterzeichnung eines Vertrages mit einer argentinischen Firma zeigt, sagte der
Richter zum Staatsanwalt, dass dieser mit so was seine Zeit verschwende. Man
könne keine Beweise für Dinge zeigen, die nichts mit der Hauptanklage zu tun
haben. Ein sichtlich frustrierter Villa-Ignacio beendete daraufhin seine
Befragung und merkte an, er habe ohnehin genug Beweise, um Estrada festnageln zu
können.
Attentat auf Arroyo geplant
26.06.2006
Die Terroristengruppierung um Jemaah Islamiyah hat nach Angaben der
Philippine National Police eine Gruppe darauf angesetzt, Präsidentin Arroyo und
Mitglieder ihres Stabes zu ermorden.
Diese Informationen habe man aus einem abgefangenen Brief erhalten, der an
die Abu Sayyaf gehen sollte.
Weiter ginge aus dem Schreiben hervor, dass die Gruppe Bombenattentate auf
die Städte Baguio, Davao, Zamboanga, General Santos und Kidapawan plane.
Außerdem wären Ziele in Manila, darunter die MRT, Flughäfen,
Regierungsgebäude, Schulen, Marktplätze, Polizeistationen, Touristenattraktionen
und die US-Botschaft aufgeführt. Die PNP hat als Reaktion hierauf ihre
Alarmbereitschaft erhöht und die Präsenz verstärkt.
Militärübungen auf umstrittener Insel
26.06.2006
Auf einer Insel des Spratly-Archipels im südchinesischen Meer planen die
Philippinen eventuell die Ausbildung von Spezialeinheiten ihrer Armee. Zur Zeit
sind Soldaten auf Pagasa stationiert. Diese Insel gehört zu einer Kette von acht
weiteren Inseln, die von den Philippinen beansprucht werden.
Da die Philippinen als enger Verbündeter der USA bekannt sind, werden die
Militärübungen in dieser Region nach Meinung von Beobachtern eine Reaktion von
China hervorrufen.
Die Spratly-Inseln werden ganz oder teilweise von der Volksrepublik China,
Taiwan, Vietnam, Brunei, Malaysia und den Philippinen beansprucht. Aufgrund
ihrer wichtigen strategischen Lage und der vermuteten Öl- und Gasvorkommen
können sich die o.g. Länder bis heute nicht auf eine einvernehmliche Lösung
einigen. 2002 wurde zumindest ein „Code of Conduct“ vereinbart, in dem sich die
Länder gegenseitig verpflichten, alle Maßnahmen zu unterlassen, die den Konflikt
verschärfen könnten.
So wurden schon Fischer auf See aufgebracht, weil sie in dem umstrittenen
Gebiet fischten.
Präsidentenpalast bittet um Respekt
26.06.2006
Malacañang (der Sitz des Präsidenten) hat gesagt, man werde ein neues
Amtsenthebungsverfahren gegen die Präsidentin nicht stoppen. Allerdings wird
darum gebeten, Schlammschlachten in dieser Woche zu unterlassen, da die
Präsidentin gerade offizielle Besuche in Europa unternimmt.
Da die Präsidentin gleichzeitig Repräsentantin des Landes sei, wäre es gut,
wenn man ihr zu Hause den nötigen Respekt entgegenbringt, gerade wenn sie außer
Landes ist, sagte der Chef des Präsidentenstabes, Michael Defensor.
Defensor erinnerte daran, dass man sich ebenso bei Estrada verhalten hatte.
Damit wolle man der Opposition nicht das Recht zur Kritik nehmen. Allerdings
wird für diese Woche um Zurückhaltung gebeten. Das neue
Amtsenthebungsverfahren wird um 8:00 Uhr Ortszeit heute eingeleitet.
Präsidentin auf Reise
25.06.2006
Präsidentin Arroyo ist heute morgen zu einer Reise nach Europa aufgebrochen.
Auf ihrem Weg liegen Italien, der Vatikan und Spanien. Unter anderem wird sie in
einer Audienz bei Papst Benedikt XVI diesen offiziell von der Abschaffung der
Todesstrafe auf den Philippinen unterrichten.
Die Reisegruppe umfasst: den Ehegatten der Präsidentin, ihren Sohn mit
Ehefrau und Tochter, 20 Kongressmitglieder, davon fünf mit Ehegatten, sieben
Gouverneure, sieben Staatssekretäre, zwei Senatoren und ein
Stadtbürgermeister.
Neue Bestrebungen zur Amtsenthebung Arroyos
23.06.06
Der abgesetzte Präsident Joseph Estrada könnte die treibende Kraft hinter den
aktuellen Bemühungen einer Amtsenthebungsklage gegen Präsidentin Gloria
Macapagal Arroyo sein, verlautete es am Donnerstag aus Kreisen des Kongresses am
Donnerstag.
Nach Meinung dieser Gruppe würde es Estrada in erster Linie um Rache und um
den Willen zum Rückkehr an die Macht gehen. Dabei verfüge er über sehr große
finanzielle Ressourcen und würde nicht zögern, diese dazu einzusetzen, um sich
Unterstützung im Kongress zu kaufen.
Estrada selbst hatte wiederholte Male erklärt, er wäre der Präsident des
Landes, da er unrechtmäßig aus dem Amt entfernt wurde.
Derweil erklären linksgerichtete Gruppierungen, dass sie die Präsidentin
erneut anklagen werden. Das neue Amtsenthebungsverfahren soll nächste Woche
starten und unter anderem die Vorwürfe der politischen Morde und Verletzung der
Verfassung beinhalten. Weiter bestehen bleiben die Vorwürfe der Wahlmanipulation
und der Korruption. Ein Amtsenthebungsverfahren mit den letzten beiden Punkten
wurde letztes Jahr wegen Verfahrensfehlern vom Repräsentantenhaus gestoppt. Die
Verfassung erlaubt ein Amtsenthebungsverfahren gegen die Präsidentin pro
Jahr. Die Präsidentin bestreitet alle Vorwürfe.
Überfall der NPA
23.06.2006
Am Donnerstag überfielen 30 NPA-Leute in Soldatenuniform das Haus eines
örtlichen Stromversorgers in Lasam, Provinz Cagayan und stahlen einige
Feuerwaffen. Es gab laut Polizeibericht keine Verletzten. Die NPA bekannte
sich zu dem Überfall. Das Haus gehört Augustos Agatep. Die NPA sagt, das Haus
wäre die Waffenkammer des Ortsbürgermeisters Eulogio Agatep, einem Verwandten
des Opfers. Die NPA stahl nach eigenen Angaben ein Gewehr, fünf Schrotflinten
und viel Munition.
Gegen die Revolutionssteuer
23.06.2006
1500 Soldaten, die von einem Sondereinsatz in Mindanao zurückkehrten, werden
demnächst auf der Insel Luzon in Gebieten aktiv werden, in denen sich die NPA
aufhält.
Geschäftsleute hatten ihren Unmut gegenüber der Regierung geäussert, dass die
NPA von ihnen eine Art „Revolutionssteuer“ erheben. Die verstärkte
Militärpräsenz soll die Geschäftsleute schützen und diese Einnahmequelle der NPA
austrocknen.
Dies hatte die Präsidenten bei einem Empfang der 1500 Soldaten in Quezon City
angekündigt.
Noch kurz zuvor hatte ein Mitglied der Regierung, Eduardo Ermita, den
Geschäftsleuten angekreidet, mit der Zahlung der Revolutionssteuer die NPA zu
unterstützen. Damit würden sie Staatsfeinde finanzieren und sich strafbar
machen.
Senatspräsident Franklin Drilon sagte, diejenigen, die gezwunegn würden, Geld
an die NPA zu zahlen sollten besser vom Staat geschützt und nicht vorverurteilt
werden.
Die Soldaten werden in den Regionen Central Luzon, Südluzon und Bicol
eingesetzt. Der Sprecher der Präsidenten, Ignacio Buyne, bestätigte, dass in den
Gebiten mit schwacher Militärpräsenz die Geschäftsleute am ehesten von der NPA
gezwungen werden, Steuern zu zahlen.
Ein Sprecher der linken Parte Anakpawis, Crispin Beltran, sagte hingegen,
Gelder und Bemühungen wären besser angelegt in die Sicehrung sozialer Strukturen
und in Friedensgespräche mit der NPA.
Todesstrafe gegen 7 Kidnapper verhängt
23.06.2006
Ein Regionalgericht in Manila hat sieben Kidnapper zum Tode verurteilt. Nach
den Worten des Richters Manual Barrios hätte die Aufhebung der Todesstrafe
zwar schon den Kongreß passiert, sei aber noch nicht von der Präsidenten
unterzeichnet worden.
Allerdings soll die Todesstrafe entsprechend umgewandelt werden, sobald die
Aufhebung beschlossen wurde.
Nach Angaben des Gerichts seien die Kidnapper im März 1999 in einen
chinesischen Tempel eingedrungen, hätten den Platz geplündert und anschließend
ein 12-jähriges Kind und eine Haushälterin entführt.
Die Lösegeldforderung belief sich auf 10 Mio. PHP und wurde auf 150.000 PHP
runtergehandelt. Einer der Entführer wurde bei der Geldübergabe fünf Tage nach
der Entführung festgenommen, die restlichen kurze Zeit später.
Vor zwei Wochen passierte eine Gesetz zur Abschaffung der Todesstrafe den
Kongreß, entgegen den Protesten von Verbrechensopfern, welche Arroyo vorwerfen,
das Gesetz nur auf den Weg zu bringen weil sie sich beim Papst beliebt machen
wolle. Arroyo stellte klar, dass sie das Gesetz unterzeichnen werde, noch
bevor sie den Vatikan am kommenden Sonntag besuchen wird.
Bombenexplosion – fünf Tote
23.06.2006
Bei einer Explosion in Sharif Aguak town, Provinz Maguindanao auf Mindanao im
Süden der Philippinen sind am Freitag fünf Menschen ums Leben gekommen. Nach
Polizeiangaben detonierte die Bombe in einem geparkten Auto, als der Governor
Andal Ampatuan am Marktplatz vorbeifuhr.
Vier der fünf Opfer befinden sich im sechsten Auto des Konvois, der sich auf
dem Weg zu Ampatuans Farm befand. Unter den Getöteten befinden sich zwei
Kinder.
Die Explosion ereignete sich gegen 7:00 Uhr Ortszeit.
Dieser Anschlag ist nicht der Erste, den der Governor überlebt hat. Er gilt
als sehr einflussreich sowohl bei Moslems als auch Kommunisten und den lokalen
„Warlords“.
Drei seiner Söhne sind Stadtbürgermeister, ein weiterer wurde Ende 2005 zum
Governor einer benachbarten Region gewählt.
Arroyo im Krankenhaus
22.06.2006
Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo wurde am Donnerstag in ein Krankenhaus
eingeliefert, nachdem sie über starke Bauchschmerzen geklagt hatte. Es sei aber
nichts ernstes, versicherte einer ihrer Mitarbeiter.
Die Polizei in Manila wurde in höchste Alarmstufe versetzt. Arroyo wurde in
das St.Luke’s Mecial Center gebracht, als sie auf dem Weg von einem Restaurant
zum Präsidentenpalast war.
Ihr Plan für Freitag wurde gestrichen. Für Samstag war ein Besuch Italiens,
des Vatikans und Spaniens geplant. Ob diese Besuche stattfinden werden ist noch
unklar.
Philippinen erhalten Kredit von der Weltbank
22.06.2006
Um die Qualität der Schule im Elementar- und Sekundarbereich zu verbessern,
erhalten die Philippinen 200 Mio. USD von der Weltbank.
Die Mittel sind sogenannte Official Development Assistance (kurz: ODA). Bei
den 200 Millionen USD handelt es sich um die größte Summe, die in den
vergangenen Jahren für die Philippinen bewilligt wurde.
„Aufgrund der letzten Finanzreformen innerhalb der Philippinen wurden gute
Rahmenbedingungen für die strategische Unterstützung öffentlicher
Dienstleistungen wie z.B. Schulerziehung geschaffen“ sagte Weltbank-Länderchef
Joachim von Amsberg.
Die Unterstützung soll auf zwei Ebenen wirken: kurzfristig sollen weitere
Finanzreformen durchgeführt werden, mittelfristig soll das Erziehungswesen
effektiver gestaltet werden.
Jahrzehntelang galten die Philippinen als eines der Länder mit höchstem
Bildungsstandard. Aber in den vergangenen Jahren haben nationale und
internationale Vergleichstests zunehmend Schwächen
festgestellt.
Journalist und Frau erschossen
20.06.2006
Der Journalist George Vito und seine Frau Macel Alave-Vigo wurden am 19. Juni
2006 im Sandawa-Bezirk der Philippinen von nicht identifizierten Angreifern
erschossen.
Vigo arbeitete für die „Catholic Asian News“ und war Geschäftsführer der
„Peoples Kauyahan Foundation“, einer NGO, die Friedensgespräche und Foren
organisiert. Seine Frau betrieb ein lokales Radioprogramm, dxND. Es ist noch
nicht klar, ob die Arbeit des Journalisten etwas mit seiner Ermordung zu tun
hat.
Insgesamt wurden seit dem Amtsantritt der Präsidentin Arroyo 43 Journalisten
getötet. In 2005 starben nur im Irak mehr Journalisten als auf den
Philippinen.
Kompensationszahlungen für Opfer von Menschenrechtsverletzungen
20.06.2006
Loretta Ann Rosales, Vertreterin der Partei Akbayan äußerte
gestern ihre Zuversicht, daß der Senat bald den Entschädigungszahlungen für ca.
10.000 Filipinos zustimmen wird, die unter der Diktatur von Marcos gelitten
haben.
„Es ist höchste Zeit, daß diese Opfer von
Menschenrechtsverletzungen das erhalten, was ihnen zusteht. Dabei geht es nicht
nur um Geld, sondern um die Gerechtigkeit für die Opfer, des harten Regime des
Diktators Ferdinand Marcos“ sagte Rosales.
Selber ein Opfer von Menschenrechtsverletzungen, brachte Rosales
ein Gesetz auf den Weg, welches kürzlich die dritte und letzte Lesung im
Parlament mit 140 Stimmen passierte.
„Dieses Gesetz steht für die Verantwortung des Staates gegenüber
nahezu 10.000 Opfern der dunklen Zeit der Diktatur“ sagte sie.
TABAK leugnet einige Anschläge
19.06.2006
Taong Bayan at Kawal (TABAK) erklärte gestern, daß nicht alle der
letzten Anschläge in Manila und Umgebung auf ihr Konto gehen, sondern einige von
staatlich gesponsorten Terroristen vermutlich unter der Leitung des
Präsidentengatten Juan Miquel Arroyo und seinen Gefolgsleuten durchgeführt
wurden.
In einer Presseerklärung beschuldigte TABAK außerdem den Chef für
die Nationale Sicherheit Norberto Gonzales und dessen Geschäftsführer Eduardo
Ermita, zusammen mit „Mr. Arroyo ein Dreigespann zu bilden um Bombenanschläge zu
inszenieren.“
TABAK äußerte den Verdacht, daß die Bombenattentate aktuell von
der Arroyo-Administration angeordnet wurden um ein Schreckensszenario
aufzubauen, unter dessen Eindruck man den Notstand ausrufen könne.
Neue Bombendrohung durch TABAK
|
18.06.2006
Taongbayan at Kawal (TABAK) bedeutet "Menschen und Soldaten". Die Abürzung
"Tabak" kann sowohl Tabak als auch Machete bedeuten.
TABAK, die sich
verantwortlich für fünf Bombenanschläge in Manila und Pampanga erklärten, haben
eine neue Warnung herausgegeben. Nächstes Ziel könnte der Rizal Commercial
Banking Corporation Plaza (RCBC) in Makati City sein, berichtet
ABS-CBN.
"Wir empfehlen den Mietern dringend, ihre Büros am RCBC Plaza,
welcher im Besitz der Yuchengcos ist, zu verlassen" sagte die Gruppe in einem
Schreiben datiert vom 8. Juni.
Aus dem Schreiben geht weiter hervor, dass
sich die Gruppe Sorgen um die Sicherheit der Mieter macht und Verletzungen auch
bei zufälligen Passanten gerne vermeiden würde.
Das Gebäude an der Ecke
Ayala und Puyat Ave. ist das Flagschiff der Yuchengco-Familie. Es liegt zwischen
ausländischen Botschftaten und internationalen Firmen.
TABAK sagte, das
Vorgehen richtet sich gegen die Yuchengcos Familie, da diese ihre Kunden
(Versicherungsnehmer für Ausbildungsversicherungen, Anm. d. Übersetzers)
verleumden und über den Tisch ziehen würden.
"Wir starten eine agressive
Kampagne gegen die Yuchengcos und alle anderen, die sich schamlos
zusammenschließen mit dem korrupten Arroyo-Regime im Namen der persönlichen
Vorteilnahme" sagte die Gruppe.
TABAK erklärte sich auch verantwortlich
für das Attentat gegen Grepa Life (siehe Bericht in diesem Forum). Niemand wurde
verletzt, aber die Explosion beschädigte die Mauern des Gebäudes und zerstörte
die Fenster. Die Gruppe ist auch verwickelt in den Anschlag auf das Haus des
Bürgermeisters Dennis Pineda in Lubao, Pampanga.
Direktor Marcelo Ele,
Chef des Polizeidirektorats für Nachforschung und Entdeckung, sagte, dass man
nun eventuell die Köpfe hinter der Gruppe kennen würde. Man hätte einen
Kontaktmann bei TABAK.
Ele verweigerte weitere Angaben außer dem Hinweis,
dass diese Leute auch an früheren Destabilisierungsversuchen beteiligt gewesen
wären.
Er beschrieb die Gruppe so: "TABAK könnte eine Interessengruppe
repräsentieren, deren ultimatives Ziel die Destabiliserung ist um die Regierung
und die PNP in Mißkredit zu bringen."
|
Philippinen haben Überschuß im Budget
16.06.2006
Die Philippinen geben ihre ersten Überschußmeldungen seit der Asienkrise
1997-98 bekannt. Erreicht wurde dies durch Sparmaßnahmen der Regierung.
Dem Überschuß von 5.8 Mrd. PHP (109 USD) für Mai ging ein Überschuß von 17.6
Mrd PHP im April voraus, gab der nationale Schatzmeister Omar Cruz heute
bekannt.
Für die ersten fünf Monate des Jahres 2006 Betrug das Defizit 44.2 Mrd. PHP,
verglichen mit 67.8 Mrd. PHP im Vorjahreszeitraum.
Militär bekommt mehr Geld im Kampf gegen Kommunisten
16.06.2006
Das philippinische Militär bekommt zusätzliches Geld vom nationalen Budget in
diesem Jahr, um den Kampf gegen die Aufständischen schneller niederschlagen zu
können, sagte die Präsidentin am Freitag.
Das Militär sagte, es erwarte, daß der seit 37 Jahren andauernde Konflikt in
den nächsten 6 bis 10 Jahren beendet sein könnte. Präsidentin Gloria Macapagal
Arroyo erwiderte darauf, daß dies zu lange dauern würde und hat weitere 1 Mrd
PHP (19 Mio USD) zur Verfügung gestellt um Kampfhubschrauber und anderes
Material für die schlecht ausgerüstete Armee zu kaufen. Sie sagte, das Geld käme
zu den bisherigen, jährlichen 5 Mrd PHP (94 Mio USD) Modernisierungsausgaben für
das Militär hinzu und würde eine entscheidende Verschärfung im Kampf gegen die
8.000 Kämpfer der New Peoples Army (NPA) bedeuten.
"Der Kampf gegen die Linken bleibt zäh" sagte Arroyo während einer
Kabinettssitzung in Cauayan City in der nördlichen Provinz Isabela, 280 km
nordöstlich von Manila. Die Rebellen, die für sich eine Präsenz in nahezu 70 der
79 philippinischen Provinzen in Anspruch nehmen, brachen Friedensgespräche unter
norwegischer Vermittlung vor zwei Jahren ab, hauptsächlich wegen der Weigerung
Manilas, die USA und die EU zu bitten, die NPA von der Blacklist der
terroristischen Vereinigungen zu streichen.
Die Regierung beschuldigt die NPA seit langem der Erpressung und ökonomischen
Sabotage. In diesem Jahr beschuldigte Arroyo die NPA, mit rechtsextremen Kräften
des Militärs am 24. Februar einen Putschversuch durchgeführt zu haben, bei dem
die Demokratie der Philippinen zerstört worden wäre, hätte die NPA Erfolg
gehabt. Die Rebellen leugnen jeden offiziellen Kontakt mit regimekritischen
Offizieren, bieten ihnen jedoch Unterschlupf in Gebieten an, die von den
Guerillas besetzt werden.
Arroyos Sprecher, Ignacio Bunye, begrüßte die eingeleiteten Schritte um eine
Mordanklage in den Niederlanden gegen den Selbst-Exilanten und kommunistischen
Rebellenführer Jose Maria Sison zu erheben. Einer Tageszeitung zufolge bereiten
zwei Witwen, deren Männer vermutlich getötet wurden weil sie sich von der NPA
trennen wollten, Schritte vor, um Sison in Holland wegen Mordes vor Gericht zu
bringen. "Viel zu lange hat der Anführer der revolutionären Linken Zuflucht im
Ausland gesucht und seine Terror-Agenten aus der Ferne kommandiert um Morde,
Erpressungen, die Ausbildung von Kindersoldaten und Verminung von Landstrichen
durchzuführen" sagte Bunye.
Tausende Teilnehmer bei Protesten zum Unabhängigkeitstag
14.06.2006
Tausende Teilnehmer marschierten in der philippinischen Hauptstadt zum
Unabhängigkeitstag und schworen, alles daran zu setzen um die Änderung der
philippinischen Verfassung zu ändern.
Die ca. 8000 Teilnehmer forderten
ausserdem die Amtsenthebung der Präsidentin wegen des Verdachts des Wahlbetrugs
in 2004, Missachtung der Menschenrechte und Korruption. Der Prtestzug wurde von
katholischen Bischöfen und dem früheren Vizepräsidenten Teofisto Guingona
angeführt.
"Der Kamp für Freiheit und Souvereniät ist noch lange nicht
vorbei" sagte Wilson Forteza, Präsident der linksgerichteten Gruppe Sanlakas.
"Unser Kamp für eine revolutionäre Regierung, als Ersatz für diese illegale
Regierung von Arroyo und ihrer verkommenen Elite ist unsere gemeinsame Aufgabe
in diesem andauernden Kampf für wirkliche Emanzipation." fügte er
hinzu.
Die Bischöfe verwiesen darauf, dass die Anstrengungen Arroyos, die
Verfassung von 1987 zu ändern, nicht geeignet seien um die aktuellen Konflikte
zu lösen, die durch Arroyos Wahlmanipulation in 2004 ausgelöst
wurden.
"Man muss die Streitereien in der Politik auf den Punkt bringen"
sagte Monsignore Pedro Quitorio, Sprecher der philippinischen Bischofskonferenz.
"Was ist die Ursache? Die ursächliche Sünde?" fügte er hinzu "Die Ursache ist
die Unrechtmäßigkeit."
Vorher am Tag hatte Arroyo die Filippinos
aufgerufen, politische Aktivitäten zu vermeiden und so ihrer Regierung zu
helfen, das Land in bessere Zeiten zu bringen.
"Unsere Nation ist am
Scheideweg" sagte sie in einer Rede nach einer Flaggenparade. "Wir haben eine
Menge erreicht und wir haben eine große Zukunft vor uns...Aber wir müssen mit
den politischen Streitereien aufhören und stattdessen stärker kämpfen, so dass
wir die Zukunft unserer Nation selbst gestalten können" fügte sie
hinzu.
Es herrschte eine hohe Sicherheitsstufe über den ganzen Tag, mit
mehr als 1500 Polizisten am Präsidentenpalast, Monumenten und öffentlichen
Parks. Am Morgen hatte die Polizei 17 Demonstranten in Kawit Town nahe Cavite,
südlich von Manila, vorübergehend festgenommen, da diese eine Zeremonie des
Vizepräsidenten Noli de Castro gestört hatten.
Die Demonstranten
versuchten ihr Programm zu verkünden während Castro eine Rede hielt.
Am
Vortag erschütterten drei getrennte, nahezu gleichzeitige Explosionen Manila und
Lipa City, wobei eine Person getötet und vier weitere verletzt
wurden.
Eine Untergrundorganisation mit dem Namen "Bürger und Soldaten"
erklärte sich verantwortlich für die Anschläge und kündigte weitere an als
Maßnahme um Arroyo aus dem Amt zu entfernen.
Philippinischer Botschafter in den USA tritt zurück
14.06.2006
Der Botschafter der RP in den Vereinigten Staaten hat seinen Rücktritt
erklärt. Präsidentin Gloria Macapal Arroyo hat die Kündigung gestern nach
offiziellen Angaben akzeptiert.
Botschafter Alberto del Rosarios Kündigung tritt am 8. Juli in Kraft, sagte
der Sekräter des Aussenministeriums, Alberto Romulo. Romulo sagte, del Rosario
sei zurückgetreten um mehr Zeit für sein Privatleben, seine Familie und seine
Freunde zu Hause zu haben. Arroyo sagte, sie akzeptiere die Kündigung mit großem
Bedauern. "Er hat langanhaltende Verbindungen zur philippinischen Diplomatie und
hat eine bleibenden Eindruck in der Beziehung zwischen den USA und den
Philippinen geschaffen." sagte sie.
"Er spielte eine tragende Rolle im Unterhalt unserer Beziehung zu unserem
wichtigsten Verbündeten, hat die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und unsere
Partnerschaft erweitert im Hinblick auf die kommenden Herausforderungen für
unser beider Nationen" fügte sie hinzu.
Der Sprecher der Präsidentin Ignacio Bunye sagte, Arroyo habe noch keinen
Nachfolger benannt, der seit fünf Jahren Botschafter in den USA war. Bunye
widersprach Meldungen wonach der Botschafter abberufen wurde und Romulo als
Nachfolger eingeplant sei.
Philippinische Rebellen protestieren gegen Verdächtigungen
13.06.2006
Die größte von vier Moslemrebellengruppen im Süden der Philippinen erklärte
am Dienstag, daß ein aktueller Versuch des Militärs die Rebellen mit
ausländischen Militanten in Verbindung zu bringen die Friedensgespräche
gefährden könnte.
Die Regierung und die Moro Islamic Liberation Front (MILF) versuchen gerade
Verhandlungen abzuwickeln über Land für ca. 3 Millionen Moslems im Süden. Damit
würde ein fast 40 Jahre dauernder Konflikt beendet, der 120.000 Menschenleben
forderte. "Es gibt bemerkenswerte Anstrengungen um die Gerüchte über die Präsenz
von Jemaah Islamiah in Zentral Mindanao wieder aufleben zu lassen" erklärte ein
namentlich nicht genannter Senior-Commander der MILF in einem statement auf der
Webseite www.luwaran.com.
Jemaah Islamiah (JI), der im Verdacht steht, Vertreter der alQuaida in
Südost-Asien zu sein, wird beschuldigt eine Reihe tödlicher Anschläge in der
Region verübt zu haben, darunter auch Bombenattentate auf der indonesischen
Insel Bali in 2002 und 2005. Der MILF-Commander, der von sich sagt er hätte von
Rebellenseite die Regierung bei der Verbrechensbekämpfung in Guerillagebieten
unterstützt, merkte an, daß seine Gruppe mit Sicherheitskräften
zusammengearbeitet habe bei der Befreiung von zahlreichen Entführungsopfern auf
Mindanao.
Er sagte auch, die MILF würde sich aus Gebieten fernhalten in denen
Regierungstruppen Offensiven gestartet hätten um Mitglieder der Abu Sayyaf zu
fangen, einer kleinen aber radikalen Gruppe mit Verbindungen zu JI und alQuaida.
In der letzten Woche hat Generalmajor Rodolfo Obiniana gesagt, es gäbe
Geheimdienstberichte, nach denen eine Gruppe verdächtiger, indonesischer
Militanter sich nahe einem MILF-Lager in der Provinz Lanao aufhalte.
Obiniana sagte, es wäre schwierig für Soldaten die ausländischen Militanten
zu verfolgen, da sie sich vermutlich unter dem Schutz der MILF befänden als
Folge der fortgesetzten Friedensverhandlungen, die durch Malaysia seit 2001
vermittelt werden. "Wir möchten die Regierung und das Militär darauf hinweisen,
daß man mit solchen unverantwortlichen Ãußerungen besser vorsichtig sei, da sie
die Friedensgespräche sehr gefährden könnten" sagte MILF-Sprecher Eid Kabalu.
"Die Aussagen des Generals haben nicht geholfen, Vertrauen aufzubauen."
Philippinische Sicherheitskräfte sage, es könnten ca. 40 JI-Anhänger sein, die
Zuflucht im Süden suchen - eine Gruppe von 25, die zum Mainstream gehören und
vom Hardliner Abu Bakar Bashir geleitet werden sowie 15 weitere eines anderen
Flügels. Von der größeren Gruppe wurde angenommen, daß sie sich in der Nähe der
MILF versteckt, während die kleinere Gruppe auf der Insel Jolo bei den Abu
Sayyaf vermutet wurde.
Ein Sicherheitsberater meinte, er glaubt, daß die MILF ernsthaft an den
Verhandlungen teilnahmen. Gleichwohl könnten könnten einige Commander der MILF
persönliche Verbindungen und Symphatien mit den JI-Mitgliedern haben. Rohan
Gunaratna, Leiter der Abteilung "politische Gewalt und Terror" im
Verteidigungsministerium Singapur sagte, eine Einigung mit der MILF würde
helfen, die Region zu stabilisieren. "Wenn Frieden mit der MILF wäre, dann
hätten es ausländische Terroristen schwerer in das Land zu kommen und von den
Süd-Philippinen aus zu agieren, wie z.B. JI" sagte Gunaratna bei einem Treffen
in Manila am Samstag.
Arroyo kündigt Senkung des Dieselpreises um 0.50 P/Liter an
13.06.2006
Präsidentin Gloria Macapagal-Arroyo kündigte am Dienstag eine Reduzierung des
Dieselpreises um 50 Centavos pro Liter an. Arroyo machte diese Ankündigung bei
ihrem Besuch im Pandacan Öldepot in Manila. Die Präsidentin wurde dabei von
Verantwortlichen der Anlage begleitet, die sie über die Situation auf dem
Weltmarkt (Öl) unterrichteten. Arroyo sagte, die Senkung des Dieselpreises sei
möglich, da der Tarif für importiertes Öl um ein Prozent gesenkt wurde, von drei
auf zwei Prozent. Um die Auswirkung der schwankenden Ölpreise auf Verbraucher zu
erleichtern, gab Arroyo letzten Monat eine Ausführungsverordnung heraus, die den
drei-Prozent-Tarif auf Öl verringert, welcher auf bestimmten Preisen basierte.
„Wir haben Auslöser, wir haben einen Zeitplan, also ist die gegenwärtige
Verringerung des Tarifs ein Prozent und deswegen reduzieren unsere
Hauptproduzenten von Öl, daß sie bereit sind, den Dieselpreis um 50 Centavos zu
reduzieren“ sagte Arroyo auf Filipino. Sie verkündete auch, daß es keine
Preissteigerungen bei Flüssiggas geben werde.
Arroyo ruft zum Ende der Streitereien auf, aber die Opposition fordert sie mit Protesten heraus
12.06.2006
Manila Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo erneuerte ihren Aufruf zum Ende
des politischen Streits bei Ihrer Rede zum Unabhängigkeitstag am Montag, aber
Tausende von Kritikern, verärgert durch die kürzlichen Tötungen von
linksgerichteten Aktivisten planten Proteste um ihre Amtsenthebung zu fordern.
Ungefähr 6000 Polizisten und Soldaten wurden aufgeboten um die Feiern zum Tag
der Unabhängigkeit, geleitet von Arroyo in der Hauptstadt, zu bewachen. Die
Sicherheitsbemühungen wurden verstärkt durch ein Bombenattentat durch Unbekannte
auf eine mobile Polziestation in einem Vorort von Manila.
Nach Polizeiangaben wurden 13 linksgerichtete Studenten festgenommen, die
eine Fahnenzeremonie an einem historischen Schrein stören wollten. Diese wurde
vom Vize-Präsidenten Noli de Castro in Cavite, nahe Manila, durchgeführt. Die
Studenten drängten auf einen öffentlichen Platz, auf dem Castro eine Rede hielt
und entfalteten Banner mit der Aufschrift "Entfernt Arroyo". Überraschte
Polizisten beschlagnahmten die Banner und brachten die Studenten zur
Polizeistation.
Zur Menschenmenge im Rizals Park in Manila sagte die Präsidentin, dass die
Philippinen bald ökonomisch abheben könnten, fügte aber hinzu, dass die
Filippinos sich vereinigen und politische Streitereien beilegen müssten. "Unsere
Nation ist am Scheideweg" sagte Arroyo "Wir haben viel erreicht und größere
Aufgaben liegen vor uns, aber wir müssen aufhören mit dem bisherigen Verhalten
auf politischer Ebene"
Bei einem anschließenden Treffen mit Diplomaten im Präsidentenpalast klagte
Arroyo den politischen Gegner an, er würde das Andenken an die Helden, die für
die Freiheit von den spanischen Besatzern vor 108 Jahren kämpften, nicht in
Ehren halten. "Viele von denen, die heute auf den Straßen rufen haben nichts für
diese Nation getan, ausser Streit und Stagnation zu fördern" sagte Arroyo. "Aber
die Zeit wird sie als falsche Propheten zeigen, deren primäres Interesse
Eigennutz und nationale Spaltung ist"
Arroyo zitierte kürzliche Erfolge im Kampf gegen die verbreitete Armut.
Sie zeigte großes Interesse an den wachsenden Aussichten einer friedlichen
Einigung zwischen der Regierung und einer großen Gruppe Moslem-Rebellen, der
Moro Islamic Liberation Front, welche für eine Autonomie in Südmindanao seit
Jahrzehnten kämpft.
Linksgerichtete Aktivisten haben angekündigt später am Montag zu
Demonstrieren, gegen die Welle der Tötungen von Anti-Arroyo-Aktivisten, gegen
Bemühungen der Arroyo-Befürworter die 1987 verabschiedete Verfassung zu
verändern und gegen Arroyos Weigerung wegen Wahlmanipulationen und
Korruptionsverdächtigungen zurückzutreten. Arroyos Gegner beschuldigten das
Militär, mehr als 600 Aktivisten des linken Flügels getötet zu haben seit Arroyo
2001 an die Macht kam. Arroyos Regierung hat wiederholt jede Verantwortung für
die Tötungen zurückgewiesen und eine Untersuchung angekündigt.
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