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ASEAN
ASEF
ASEM
Militante Gruppierungen auf den Philippinen
Stand: September 2006
ASEAN ist eine politische und wirtschaftliche Vereinigung von Ländern in
Südostasien. 1967 wurde die Vereinigung gegründet. Die Liste der heutigen
Mitglieder ist:
- die Philippinen (Gründungsmitglied)
- Brunei
- Singapur (Gründungsmitglied)
- Kambodscha
- Indonesien (Gründungsmitglied)
- Laos
- Malaysia (Gründungsmitglied)
- Thailand (Gründungsmitglied)
- Vietnam.
Papua Neu Guinea hat einen Beobachterstatus, Ost Timor wird sich
wahrscheinlich für eine volle Mitgliedschaft bewerben.
Die Mitgliedsländer stellen 8% der Weltbevölkerung und hben in 2003 ein
Bruttosozialprodukt von ca. 700 Mrd. USD. erreicht, wobei die Wirtschaft im
Schnitt pro Jahr um 4% wächst. Die Wirtschaftskraft der einzelnen Länder
variiert, die Hauptprodukte sind Elektronik, Öl und Holz.
Die ASEAN führt regelmäßig Treffen mit anderen Ländern durch, die als ASEAN
Regional Forum, ARF, bekannt sind. Das erste ARF fand 1994 statt. Aktuell nehmen
neben den ASEAN-Ländern die folgenden Länder am ASF teil:
- Australien
- Kanada
- China
- Die Europäische Union
- Indien
- Japan
- Nordkorea
- Südkorea
- Die Mongolei
- Neuseeland
- Pakistan
- Papua Neu Guinea
- Russland
- Ost Timor
- USA
Beim nächsten ARF wird auch Bangladesch erwartet.
Die ASEAN-Konferenz
Die Mitgliedsländer treffen sich jährlich, jedes Jahr für drei Tage. Folgende
Treffen wurden bisher durchgeführt:
|
Jahr |
Land |
Ort |
|
1976 |
Indonesien |
Bali |
|
1977 |
Malaysia |
Kuala Lumpur |
|
1987 |
Philippinen |
Manila |
|
1992 |
Singapur |
Singapur |
|
1995 |
Thailand |
Bangkok |
|
1998 |
Vietnam |
Hanoi |
|
2001 |
Brunei |
Bandar Seri Begawan |
|
2002 |
Kambodscha |
Phnom Penh |
|
2003 |
Indonesien |
Bali |
|
2004 |
Laos |
Vientiane |
|
2005 |
Malaysia |
Kuala Lumpur |
|
2006 (geplant, Dezember) |
Philippinen |
Metro Cebu |
Stand: September 2006
Die ASEF mit Sitz in Singapur wurde 1997 von den Teilnehmerländern des ASEM
gegründet. Ziel der Foundation ist es, ein besseres gegenseitiges Verstehen von
Asien und Europa zu erreichen auf intellektueller und kultureller Ebene, auch
durch Austausch von Personen. Bis 2005 hat ASEF mehr als 310 Treffen mit mehr
als 14.000 Teilnehmern veranstaltet. Unter den Teilnehmern befanden sich
Forscher, Künstler und Akademiker. Gesprochen wurde über verschiedenste Themen,
auch über die Menschenrechte.
Bekanntere Veranstaltungen waren und sind:
- Asia-Europe Lecture
- Asia-Europe Young Artists Paintings Wettbewerb und Ausstellung
- Seminare über Menschenrechte
- Asia-Europe Youth Co-Operation Network
- ASEF Editor’s runder Tisch
Stand: September 2006
ASEM ist ein Forum für die Europäische Kommission, die 25 Mitgliedsländer der
EU und dreizehn asiatischen Staaten, von denen zehn auch Mitglieder der ASEAN
sind (siehe ASEAN auf dieser Seite).
Teilnehmerländer sind:
Aus Asien:
Brunei, China, Kambodscha, Indonesien, Japan, Laos, Malaysia, Myanmar, die
Philippinen, Singapur, Südkorea, Thailand, Vietnam
Aus Europa:
Österreich, Belgien, Zypern, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland,
Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Lettland,
Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Polen, Portugal, die Slovakei,
Slovenien, Spanien, Schweden, Großbritannien
Ausserdem ist die Europäische Union selbst ein Teilnehmer
Schwerpunkte des ASEM sind
- Politischer Dialog
- Sicherheit und Wirtschaft
- Erziehung und Kultur
Grundsätzlich betrachten die Teilnehmer das Forum als einen Weg um die
Beziehungen zwischen Asien und Europa auf allen Ebenen zu vertiefen, was als
notwendig erachtet wird um eine bessere Balance in der politischen und
wirtschaftlichen Weltordnung zu schaffen. Alle zwei Jahre treffen sich hierzu
die Teilnehmer in Europa oder Asien.
1997 wurde durch die Teilnehmer von ASEM die Asien-Europe-Foundation ASEF
gegründet, mit Sitz in Singapur. Mehr hierzu siehe ASEF auf dieser Seite.
Bisher fanden folgende ASEM-Treffen statt:
|
Jahr |
Ort |
Land |
|
1996 |
Bangkok |
Thailand |
|
1998 |
London |
Großbritannien |
|
2000 |
Seoul |
Südkorea |
|
2002 |
Kopenhagen |
Dänemark |
|
2004 |
Hanoi |
Vietnam |
|
2006 |
Helsinki |
Finnland |
Stand: September 2006, Quellen: Reuters, Wikipedia
Zur Zeit sind folgende Gruppierungen auf den Philippinen aktiv:
Abu Sayyaf Group (ASG)
Abuy Sayyaf bedeutet auf arabisch soviel wie “Träger des Schwerts”. Die ASG
kämpft für einen eigenen Staat der muslimischen Minderheit, die ca. 5% der
Gesamtbevölkerung ausmachen. Die Philippinen sind zu 80% katholisch. Der ASG
werden Bombenattentate, Hinrichtungen, Entführungen und Köpfungen zugerechnet.
Sie sind vorwiegend im Süden der Philippinen aktiv.
1991 wurde die Gruppierungen als Abspaltung der Moro National Liberation
Front gegründet. Die ASG ist die kleinste Gruppierung mit ca. 400 Kämpfern. Die
USA führen die ASG als terroristische Vereinigung.
Das bisher schwerste Attentat des Landes, eine Bombenexplosion auf einer
Fähre mit mehr als 100 Toten im Jahr 2004 wird der ASG zugerechnet.
Die ASG steht im Verdacht, stärkere internationale Beziehungen zu anderen
Terrorgruppen zu haben als die übrigen militanten Gruppierungen des Landes. Im
Jahr 2005 hat die US-Regierung eine stärkere Kooperation zwischen Al Qaeda,
Jemaah Islamiyah (JI) und der ASG beobachtet. Der erste Anführer der SG hat
bereits Kampferfahrung in Afghanistan gegen die Sowjetunion gesammelt. Außerdem
sollen Gelder von einem saudi-arabischen Geschäftsmann geflossen sein.
Die militante Bewegung Rajah Sulaiman, welche in Manila und der nördlichen
Insel Luzon aktiv ist, wird als Arm der ASG betrachtet, mit dessen Hilfe man in
die städtischen Gebiete des Landes vordringen kann.
Moro International Liberation Front (MNLF)
Diese moslemischen Separatisten kämpfen für eine unabhängige Nation Moro seit
1968. Das Wort Moro wird von den philippinischen Moslems verwendet um auf die
islamische Geschichte des Landes vor der spanischen Besetzung hinzuweisen.
Eine Friedensvereinbarung von 1996 mit der Regierung schuf die autonome
Region Muslim Mindanao (ARMM) im Westen der Insel. MNLF-Anführer sind als
Gouverneure benannt worden. Dennoch setzen ca. 450 Anhänger ihre Übergriffe auf
die Armee fort.
Moro Islamic Liberation Front (MILF)
Die MILF entstand 1977 als Splittergruppe der MNLF, mit stärkerem religiösen
Bezug. Ihr Ziel ist ebenfalls eine eigenständige Moslemregierung zu errichten.
Ca. 12.000 MILF-Anhänger leben im südlichen Mindanao. Mindanao ist die
zweitgrößte, östlichste und ärmste Insel von den 7107 Inseln der
Philippinen.
Nach Einschätzung von Experten sind die Verhandlungen, welche die MILF mit
der Regierung seit 2001 bis heute führt, für eine Distanzierung von MILF zur
extremeren JI verantwortlich. Dennoch kommt es nach wie vor zu Übergriffen von
MILF auf die Armee.
New People’s Army (NPA)
Der militärische Flügel der kommunistischen Partei der Philippinen ist seit
1969 von einer unbedeutenden Gruppierung zu einer ca. 10.000 Mann starken
Organisation angewachsen. Zeitweise, in den frühen 80er Jahren wurden sogar bis
zu 25.000 Mitglieder geschätzt. Die meisten von ihnen sind in Mindanao
stationiert.
Das Ziel ist es, die Regierung durch Revolution zu stürzen. In ländlichen
Gebieten greifen Guerilla-Einheiten die Armee, Polizei, Politiker und Richter,
aber auch vereinzelt US-Agenten.
Die NPA befindet sich seit 2002 auf der Liste der Terrororganisationen der
USA.