In eigener Sache - Autoren gesucht

28.09.2006

gopinoy.de erfreut sich regen Zuspruchs. Mittlerweile wird diese Webseite von einigen Blogs, Philippinen-Seiten etc. referenziert. Das ist erfreulich.

Allerdings bedeutet es auch jeden Tag etwas Arbeit, ehrenamtlich. Dies ist auf Dauer von einer einzelnen Person nicht zu leisten. Ich würde mich daher freuen, wenn sich Leute finden würden, die mehr oder weniger regelmäßig ebenfalls Interesse haben, Nachrichten über die Philippinen zu schreiben.

Was erhält man dafür?

Ruhm, Ehre, Anerkennung ;-)

Nein, ernsthaft: da es den AutorInnEn freisteht, die Artikel mit dem eigenen Namen zu kennzeichnen kann eine Plattform wie Gopinoy.de auch als Zustzangabe im Lebenslauf interessant sein, falls man z.B. eine Laufbahn im Mediensektor anstrebt.

Wer Interesse hat, der melde sich bitte formlos per Mail unter redaktion@gopinoy.de.

Dann werden wir alles weitere besprechen.

Danke im voraus

Jörg Bittenbinder



Nicole: keine Vergewaltigung sondern eine Prostituierte?

28.09.2006

Eine Gynäkologin, die als Sachverständige von der Verteidigung benannt wurde, sagte aus, sie habe keine Anzeichen dafür gefunden, dass das mutmaßliche Opfer Nicole von den Angeklagten zum Sex gezwungen wurde. Selbst im Falle einer „extremen Betrunkenheit“, so die Sachverständige, hätte sie sich gegen den Geschlechtsverkehr wehren können, was zu Blutergüssen geführt haben müsste.

Die Sachverständige führte weiter aus, dass selbst betäubte Vergewaltigugnsopfer Blutergüsse aufweisen.

Eine Woche später relativierte die Sachverständige jedoch ihre Aussage, nachdem sie mit medizinischer Fachliteratur von der Anklage konfrontiert wurde: es gäbe durchaus Fälle, wo eine Vergewaltigung stattgefunden habe und keine Blutergüsse zurückblieben. Es sei also nicht zwingend so, dass jede Vergewaltigung Blutergüsse nach sich ziehe.

Am nächsten Verhandlungstag bezeichnete einer der vier Angeklagten Nicole als „Professionelle“, womit „Prostituierte“ gemeint ist. Chad Carpentier, der Angeklagte, hat nach eigenen Angaben Nicole nie als Opfer gesehen. Selbst dann nicht, als sie aus dem Van mit heruntergelassener Unterhose gestiegen ist. Carpentier war vielmehr sehr überrascht bis schockiert, als er sah, wie offensiv sich Nicole in der Neptune-Bar verhalten habe und sich auf den Schoß des Hauptangeklagten gesetzt habe und mit ihm geflirtet und geknutscht habe.

Und daher habe er sich auch nicht gewundert, als Nicole mit Smith auf eigenen Wunsch im Van verschwand. Es stimme außerdem nicht, dass Nicole betrunken gewesen sei. Auch habe er nicht gesehen, was im Van passierte, da er sich nicht im Laderaum befand, während sich das Auto auf dem Weg zum Pier befand, an dem das Schiff der Marines angedockt war.

Er habe sich nicht darum gekümmert, ihm war es nur wichtig, rechtzeitig vor dem Ablauf der Ausgangszeit wieder an Bord zu kommen.

Ein weiterer Angeklagter, Dominic Duplantis, sagte aus, dass der Sex zwischen Nicole und Smith einvernehmlich war. Er habe die junge Frau auch Stöhnen und Lachen gehört. Die Anklage bezweifelt diese Aussage jedoch, da Duplantis der am stärksten betrunkene Marine der Gruppe war. Da sei es doch sehr verwunderlich, dass er sich so gut an den Abend erinnern könne.

Nach Angaben des Gerichts wird der Fall noch in diesem Jahr entschieden.

Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen gelockert

28.09.2006

Die Manila International Airport Authority (MIAA) hat das Verbot der Mitnahme von Flüssigkeiten gestern aufgehoben. Passagiere dürfen nun wieder Getränke in Flaschen, Parfüm, Likör, Gel und Zahnpasta im Gepäck mitführen.

Die Duty-Free-Shops am Flughafen begrüßten diesen Schritt.

Körperabtastungen, Röntgenaufnahmen, Schuh- und Tascheninspektionen bleiben jedoch weiterhin aktiv. Alle Flüssigkeiten werden in durchsichtige Plastikbehälter verpackt. Größere Mengen müssen als Gepäck aufgegeben werden.

 

Direktor der Weltbank spricht Anerkennung aus

15.09.2006

Bereits am Dienstag beendete der Generaldirektor der Weltbank, Juan José Daboub, seinen zweitägigen Aufenthalt in Manila. Zum Abschluss seines Besuches gratulierte er der Regierung für ihre Leistungen im Haushalt, besonders im Hinblick auf die schwierigen Makroökonomischen Herausforderungen, welchen das Land noch vor zwei Jahren gegenüberstand.

Er merkte auch an, dass es notwendig sei, die Steuerverwaltung zu verbessern um die gute Leistung in den kommenden Jahren aufrecht zu erhalten.

„Ich gratuliere der philippinischen Regierung zur starken wirtschaftlichen Leistung im ersten Halbjahr 2006 sowie zu den lobenswerten und beeindruckenden Leistungen in der Finanzkonsolidierung, welche die Verschuldung des öffentlichen Sektors reduziert hat. Die erfolgreichen Reformen haben signifikant die makroökonomischen Ungewissheiten reduziert, denen das Land noch vor zwei Jahren entgegensah.“ Sagte Mr. Daboub.

Während seines Aufenthaltes traf er Regierungsvertreter, führende Köpfe aus dem privaten Sektor und zivilen Organisationen. Der Generaldirektor der Weltbank erkannte auch das Fenster von Möglichkeiten, welches sich durch die Verbesserung der Finanzlage ergeben hat. Nach seinen Worten ist nun ein größeres Potential für Wachstum vorhanden, welches in höheren Investitionen resultieren werde, sowie eine schnellere Bekämpfung der Armut. Er betonte, dass Investitionen in Infrastruktur, Erziehung, Gesundheitswesen und Ernährung sowie weiterer sozialer Dienstleistungen, die auf die Armen gerichtet seien, transparent durchgeführt werden sollten. Dies sei wichtig, damit die Erfolge der Finanzkonsolidierung auch von den Armen erfahren werden können.

„Mit dem Erfolg der Finanzreformen ist ein fruchtbarer Boden bereitet worden um einigen der schwierigen strukturellen Situationen der Regierung zu begegnen, darunter Transparenz und Steuergerechtigkeit sowie transparentere Verwendung von öffentlichen Geldern, insbesondere für Gesundheit, Erziehung, Ernährung und andere Dienste“ erklärte Mr. Daboub weiter.

Er sagte, die Weltbank werde ihre Unterstützung erweitern, um eine Agenda aufzustellen, die hilft, öffentlichen Einrichtungen Güter und Dienstleistungen zu liefern. Dies solle durch eine Verbesserung der Qualität in der Verwendung von öffentlichen Mitteln erreicht werden.

Mr. Daboub besuchte ferner zwei Projekte in Stadtvierteln von Manila mit niedrigem Einkommen, welche durch die Weltbank finanziert wurden. Bei seinem Besuch des Projekts „Justiz auf Rädern“ des obersten Gerichtshofs, bei dem mobile Gerichte eingesetzt werden, erkannte er die Verbesserung der Erreichbarkeit von Regierungsdiensten insbesondere bei den Armen. Bei seinem Besuch der Wasser- und Abwasserversorgung, welches durch den Weltbank-Sektor IFC (International Finance Corporation“ unterstützt wird, stellte er erfreut fest, dass sich die Versorgungsabdeckung in den letzten acht Jahren nahezu verdoppelt habe. Nun könnten 95% der Kunden 24 Stunden täglich auf diese Dienstleistung zugreifen.

„Dies ist ein gutes Beispiel, wie die Qualität einer Dienstleistung in einem komplexen Bereich wie der Wasser- und Abwasserversorgung spürbar verbessert werden kann durch public-privte Partnerships, welche eine unabhängige und zuverlässige Struktur bereitstellen.“ sagte Mr. Daboub.

Mr. Daboub traf die Repräsentanten der verschiedenen Gruppierungen bei einem Lunch, welcher vom Makati Business Club und vom Asian Institute of Management durchgeführt wurde. Bei diesem Treffen erkannte er die ermutigenden Schritte, welche von verschiedenen Mitgliedern der Gesellschaft unternommen wurden um eine bessere Regierugnsarbeit zu gewährleisten und der Korruption zu begegnen.

Er bezog sich auch auf die Verbesserungen im Bereich der Beschaffung, die durchgeführt wurden. Mit den Worten „Korruption ist der Feind der Reform, der Feind des Fortschritts, der Feind der Armutsbekämpfung“ führte er weiter aus „die Herausforderung für die Philippinen sowie für alle anderen Länder, welche ernsthaft die Korruption bekämpfen wollen, ist es, wohlgemeinte Maßnahmen in konkrete Resultate zu übersetzen, welche die Regierungsarbeit allgemein verbessern mit dem ultimativen Ziel, wirtschaftliches Wachstum zu erreichen und Armut zu reduzieren.“

„Das ist eine Herausforderung, welche kollektive Zusammenarbeit von allen Teilen der Bevölkerung verlangt“ erklärte er.

„Ich komme um die volle Unterstützung und Ermunterung zum Fortschritt der Weltbank an die Philippinen in dieser kritischen Zeit zu überbringen. Wir möchten, dass die Philippinen erfolgreich sein werden, so dass die 37 Millionen Philippinos, die in Armut leben, eine Chance auf ein besseres Leben haben.“

Prince Andrew kommt im November

14.09.2006

Wie die Manila Bulletin berichtet, wird Prince Andrew, Herzog von York, im November auf die Philippinen reisen. Zweck der Reise ist es, Möglichkeiten für britische Investitionen im Energiesektor zu erkunden. Anschließend wird der Prinz zum Tauchen ins Amanpulo-Ressort, Palawan, reisen.

Der zweite Sohn von Queen Elizabeth wird mit Präsidentin Arroyo zusammentreffen um die wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen zu festigen. Darauf haben sich beide bei einem Besuch der Präsidentin am Mittwoch im Buckingham-Palast geeinigt. Ingesamt wird sich die Präsidentin zwei Tage im Königreich aufhalten.

Für das 20-minütige Treffen mit Arroyo hatte der Prinz seinen Urlaub in Schottland abgebrochen. Pressesprecher Ignacio Bunye, der ebenfalls an dem Treffen teilnahm, bestätigte, dass der Prinz starkes Interesse an Investitionen im Energiesektor hat. Er wird hierzu in der dritten Novemberwoche mit Vertretern der entsprechenden Zweige auf den Philippinen zusammenkommen.

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Letzte Aktualisierung am 28.09.2006