15.09.2006
Bereits am Dienstag beendete der Generaldirektor der Weltbank, Juan José
Daboub, seinen zweitägigen Aufenthalt in Manila. Zum Abschluss seines Besuches
gratulierte er der Regierung für ihre Leistungen im Haushalt, besonders im
Hinblick auf die schwierigen Makroökonomischen Herausforderungen, welchen das
Land noch vor zwei Jahren gegenüberstand.
Er merkte auch an, dass es notwendig sei, die Steuerverwaltung zu verbessern
um die gute Leistung in den kommenden Jahren aufrecht zu erhalten.
„Ich gratuliere der philippinischen Regierung zur starken wirtschaftlichen
Leistung im ersten Halbjahr 2006 sowie zu den lobenswerten und beeindruckenden
Leistungen in der Finanzkonsolidierung, welche die Verschuldung des öffentlichen
Sektors reduziert hat. Die erfolgreichen Reformen haben signifikant die
makroökonomischen Ungewissheiten reduziert, denen das Land noch vor zwei Jahren
entgegensah.“ Sagte Mr. Daboub.
Während seines Aufenthaltes traf er Regierungsvertreter, führende Köpfe aus
dem privaten Sektor und zivilen Organisationen. Der Generaldirektor der Weltbank
erkannte auch das Fenster von Möglichkeiten, welches sich durch die Verbesserung
der Finanzlage ergeben hat. Nach seinen Worten ist nun ein größeres Potential
für Wachstum vorhanden, welches in höheren Investitionen resultieren werde,
sowie eine schnellere Bekämpfung der Armut. Er betonte, dass Investitionen in
Infrastruktur, Erziehung, Gesundheitswesen und Ernährung sowie weiterer sozialer
Dienstleistungen, die auf die Armen gerichtet seien, transparent durchgeführt
werden sollten. Dies sei wichtig, damit die Erfolge der Finanzkonsolidierung
auch von den Armen erfahren werden können.
„Mit dem Erfolg der Finanzreformen ist ein fruchtbarer Boden bereitet worden
um einigen der schwierigen strukturellen Situationen der Regierung zu begegnen,
darunter Transparenz und Steuergerechtigkeit sowie transparentere Verwendung von
öffentlichen Geldern, insbesondere für Gesundheit, Erziehung, Ernährung und
andere Dienste“ erklärte Mr. Daboub weiter.
Er sagte, die Weltbank werde ihre Unterstützung erweitern, um eine Agenda
aufzustellen, die hilft, öffentlichen Einrichtungen Güter und Dienstleistungen
zu liefern. Dies solle durch eine Verbesserung der Qualität in der Verwendung
von öffentlichen Mitteln erreicht werden.
Mr. Daboub besuchte ferner zwei Projekte in Stadtvierteln von Manila mit
niedrigem Einkommen, welche durch die Weltbank finanziert wurden. Bei seinem
Besuch des Projekts „Justiz auf Rädern“ des obersten Gerichtshofs, bei dem
mobile Gerichte eingesetzt werden, erkannte er die Verbesserung der
Erreichbarkeit von Regierungsdiensten insbesondere bei den Armen. Bei seinem
Besuch der Wasser- und Abwasserversorgung, welches durch den Weltbank-Sektor IFC
(International Finance Corporation“ unterstützt wird, stellte er erfreut fest,
dass sich die Versorgungsabdeckung in den letzten acht Jahren nahezu verdoppelt
habe. Nun könnten 95% der Kunden 24 Stunden täglich auf diese Dienstleistung
zugreifen.
„Dies ist ein gutes Beispiel, wie die Qualität einer Dienstleistung in einem
komplexen Bereich wie der Wasser- und Abwasserversorgung spürbar verbessert
werden kann durch public-privte Partnerships, welche eine unabhängige und
zuverlässige Struktur bereitstellen.“ sagte Mr. Daboub.
Mr. Daboub traf die Repräsentanten der verschiedenen Gruppierungen bei einem
Lunch, welcher vom Makati Business Club und vom Asian Institute of Management
durchgeführt wurde. Bei diesem Treffen erkannte er die ermutigenden Schritte,
welche von verschiedenen Mitgliedern der Gesellschaft unternommen wurden um eine
bessere Regierugnsarbeit zu gewährleisten und der Korruption zu begegnen.
Er bezog sich auch auf die Verbesserungen im Bereich der Beschaffung, die
durchgeführt wurden. Mit den Worten „Korruption ist der Feind der Reform, der
Feind des Fortschritts, der Feind der Armutsbekämpfung“ führte er weiter aus
„die Herausforderung für die Philippinen sowie für alle anderen Länder, welche
ernsthaft die Korruption bekämpfen wollen, ist es, wohlgemeinte Maßnahmen in
konkrete Resultate zu übersetzen, welche die Regierungsarbeit allgemein
verbessern mit dem ultimativen Ziel, wirtschaftliches Wachstum zu erreichen und
Armut zu reduzieren.“
„Das ist eine Herausforderung, welche kollektive Zusammenarbeit von allen
Teilen der Bevölkerung verlangt“ erklärte er.
„Ich komme um die volle Unterstützung und Ermunterung zum Fortschritt der
Weltbank an die Philippinen in dieser kritischen Zeit zu überbringen. Wir
möchten, dass die Philippinen erfolgreich sein werden, so dass die 37 Millionen
Philippinos, die in Armut leben, eine Chance auf ein besseres Leben
haben.“